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Sind die besten Zeiten für Europa-Aktien in 2019 schon wieder vorbei?

Strategen glauben nicht an Fortsetzung der europäischen Aktienrallye. Im Durchschnitt einer Bloomberg-Umfrage dürfte der Stoxx Europe 600-Index gegenüber dem Schlussstand vom Mittwoch bis Ende 2019 um 8,9 Prozent auf 355 Punkte fallen, der Euro Stoxx 50 um 6,4 Prozent auf 3.255 Punkte.

EU UK
© tanaonte / stock.adobe.com

Die Aktien der Region sind zwischen widersprüchlichen Signalen hin- und her gerissen: Der Optimismus hinsichtlich des globalen Wachstum hat dazu beigetragen, den Wert des Stoxx 600 gegenüber den Tiefstständen vom Dezember um 1,7 Billionen US-Dollar zu erhöhen, während die Abflüsse aus europäischen Aktienfonds nahezu ununterbrochen weiter gehen. Obwohl die Gewinnaussichten der europäischen Unternehmen die Perspektiven der Pendants weltweit schlagen, zeigt die jüngste Umfrage von Bank of America Merrill Lynch unter Fondsmanagern, dass eine Short-Position in den Aktien der Region nach wie vor die weltweit beliebteste Handelstransaktion ist.

Europe short ist der "crowded trade"
Die Analysten bleiben nervös, da die europäischen Konjunkturdaten enttäuschen. Die PMI-Zahlen zeigten am Donnerstag, dass der Euroraum zu Beginn des zweiten Quartals tiefer in die wirtschaftliche Misere abgerutscht ist, wobei die Schwäche im verarbeitenden Sektor auf die Dienstleistungen übergegriffen hat. Die Gefahr von US-Zöllen und die Verschiebung des Brexit bedeuten weitere politische Unsicherheiten. Immer mehr Analysten vergleichen Europa mit Japan aufgrund rekordniedriger Zinsen, negativer Anleiherenditen, schleppendem Wirtschaftswachstum und einer alternden Bevölkerung.

Deutschland wieder der kranke Mann in Europa?
Besorgniserregend ist auch die deutsche Wirtschaft, die in diesem Jahr die schwächste Expansion in sechs Jahren erleben dürfte. Basierend auf den Prognosen der Europäischen Kommission für den Rest des Euro-Währungsgebiets würde Deutschland nach der jüngsten Prognose der Regierung in diesem Jahr das Schlusslicht in der Region sein, abgesehen von Italien, das stagniert. Trotz dieser Schwierigkeiten ist der DAX-Index 2019 um 15 Prozent gestiegen. (kb)

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