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Short-Squeeze: Hedgefonds Alphadyne verliert 1,5 Milliarden Dollar

Mit einer Serie unglücklicher Wetten auf steigende Zinsen ist der US-Hedgefonds Alphadyne Asset Management mit seiner zwölf Milliarden Dollar schweren Makro-Handelsstrategie Opfer eines Short Squeeze am globalen Anleihenmarkt geworden.

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© chompoo / stock.adobe.com

Wie Bloomberg in Erfahrung gebracht hat, sieht sich das Investmenthaus mit Verlusten von rund 1,5 Milliarden Dollar konfrontiert, nachdem seine Fonds bis Juli eingebrochen sind. Die Einbußen sind die größten, die unter Makro-Hedgefonds öffentlich bekannt geworden sind.

Schlechtestes Global Macro-Ergebnis vermutet
Für das Aushängeschild des Hauses, den Alphadyne International Fund, ging es den Angaben zufolge rund zehn Prozent abwärts. Seit sie 2006 begründet wurde, hat die Handelstrategie bei Alphadyne noch nie Verluste eingefahren.  Makro-Fonds insgesamt legten in der ersten Jahreshälfte im Durchschnitt um 6,8 Prozent zu, wie von Bloomberg zusammengestellte Daten zeigen. Im Juni lag die mittlere Performance bei einem Plus von 0,5 Prozent.

Von US-Treasury-Rallye am falschen Fuß erwischt
Die Verluste bei Alphadyne zeigen, wie selbst die am stärksten engagierten Anleger von der US-Treasury-Rallye der letzten vier Monaten kalt erwischt wurden. Inmitten einiger der höchsten US-Inflationsraten seit Jahrzehnten sind die Zinsen zur Überraschung vieler Anleihehändler gesunken. In einer der dramatischsten Bewegungen am Treasury-Markt ist die Renditekurve von fünf bis 30 Jahren im Juni innerhalb von drei Tagen um mehr als 25 Basispunkte abgeflacht. So stark abwärts ging es seit dem Corona-bedingten Volatilitätshoch im März 2020 nicht mehr.

Statt Kurvenversteilerung gab es eine Verflachung
Alphadyne hatte informierten Kreisen zufolge stark auf eine steiler werdende Kurve gesetzt und nur langsam auf die gegenteilige Entwicklung reagiert. Im Juni fielen die langfristigen Treasury-Renditen relativ zu den Zinsen am kurzen Ende.

(kb)

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