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Sewing warnt vor zweistelliger Inflation bei Russland-Energieembargo

Deutsche Politiker sollten sich gut überlegen, ob sie wegen eines Energieembargos das Risiko noch höherer Inflationsraten und damit einhergehend die eigene Wirtschaft über Gebühr schädigen sollten. Eine Inflationswarnung kommt zum Beispiel von Christian Sewing.

Deutsche-Bank-Vorstandschef Christian Sewing
Christian Sewing, Bankenverband und Deutsche Bank
© Deutsche Bank

Ein Import- oder Lieferstopp von russischem Öl und Erdgas dürfte die deutsche Wirtschaft stark belasten und die Inflation zumindest temporär zweistellig werden lassen. Davor hat beispielsweise Christian Sewing, Präsident des Bankenverbands, am Montag gewarnt.

Eine “deutliche Rezession” wäre dann kaum zu vermeiden, sagte er in einer Rede bei einer Pressekonferenz der Branchenvertretung. Die langfristigen Konsequenzen eines Lieferstopps sollten nicht außer acht gelassen werden. Darüber informiert Bloomberg.

Bereits vor wenigen Tagen warnte BASF-Chef Martin Brudermüller vor den verheerenden Folgen ("Zerstörung der gesamten Volkswirtschaft") fehlender Gaslieferungen für die deutsche Industrie.

Russlands Wirtschaft leidet stark
Sewing unterstrich, dass die deutschen Banken voll und ganz hinter den westlichen Sanktionen gegen Russland stünden. Die bestehenden Strafmaßnahmen würden wirken. Das zeige sich in einer Abwärtsspirale historischen Ausmaßes für die russische Wirtschaft. 

“Der brutale russische Angriffskrieg gegen die Ukraine war und ist ein Schock für Europa. Und die Bilder, die wir seit diesem Sonntag aus den Städten rund um Kiew sehen, verstärken diesen Schock noch einmal”, sagte Sewing, der auch Chef der Deutsche Bank ist.

Die unmittelbaren wirtschaftlichen Risiken der aktuellen Situation sind Sewing zufolge für die deutschen Banken beherrschbar, ebenso wie für das europäische Finanzsystem insgesamt.

Nochmalige Verdoppelung der Inflation?
Die dennoch wenig erfreulichen konjunkturellen Aussichten gehen einher mit weiter steigenden Inflationsraten im Euro-Raum, warnte Sewing. Mit über sieben dürfte sie in diesem Halbjahr ein Niveau erreichen, welches noch vor kurzem außerhalb der Vorstellungskraft gelegen habe. Im Falle eines Energieembargos wären noch höhere Raten wahrscheinlich, so Sewing, temporär sogar im zweistelligen Bereich. 

"Gift für die Stabilität unserer Wirtschaft"
“Auf Dauer hohe Inflationsraten sind Gift für die Stabilität unserer Wirtschaft”, sagte Sewing. “Für die Europäische Zentralbank wird es in den kommenden Wochen und Monaten darauf ankommen zu zeigen, dass sie die Zügel fest in der Hand hält und bereit ist gegenzusteuern.” Er rechne für das laufende Jahr mit ein bis zwei Zinserhöhungen. (aa)

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