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sentix hat gute und schlechte Nachrichten für Investoren

Die vom Behavioral Finance-Experten sentix erhobenen Konjunkturindikatoren stabilisieren sich nicht nur, sondern zeigen auch klare Erholungstendenzen. Was Aktienanleger freut, ist hingegen der Renteninvestoren Leid.

Manfred Hübner, sentix
Manfred Hübner, sentix
© sentix

Wie eine Umfrage von sentix unter 942 Anlegern, darunter 278 institutionelle Investoren, im Zeitraum 2. bis 5. Mai 2019 zeigt, verbessert sich für diesen Monat die konjunkturelle Lage sowohl global, als auch in Europa weiter. Rezessionsängste treten damit nachhaltig in den Hintergrund, was sich an den verbesserten Lagewerten in allen betrachteten Regionen zeigt. „Auch für die Eurozone können wir eine weitere Stabilisierung vermelden. Der Gesamtindex steigt auf 5,3 Punkte (von -0,3). Die Lagebeurteilung steigt von 3,8 auf 11,0 Punkte“, erklärt sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner.

Euroland kriegt die Kurve
Damit überrascht der sentix Konjunkturindex für die Eurozone im Mai mit einem deutlichen Anstieg auf 5,3 Punkte. Dies ist der dritte Anstieg in Folge und der höchste Stand seit November 2018. Getragen wird diese Verbesserung durch einen Anstieg der Lagewerte, die sich von 3,8 auf 11,0 Punkte erhöhen. Damit dürfte die Rezessionsgefahr gebannt sein, wenngleich die Erwartungswerte noch knapp im negativen Bereich notieren. Allerdings verbessern sich die Erwartungen auch hier zum vierten Mal in Folge auf den höchsten Wert seit März 2018.

Starke Weltwirtschaft hilft Euroland
Zu dieser positiven Entwicklung habe laut sentix das globale Umfeld maßgeblich beigetragen. Vor allem die Region Asien ex Japan, aber auch die US-Wirtschaft, halfen. „Nachdem die Gefahr eines ungeregelten Brexits bis mindestens Oktober gebannt ist, können sich diese globalen Faktoren auch in Europa zunehmend durchsetzen“, erklärt Hübner.

Dies werde Hübner zufolge auch mit Blick auf Deutschland deutlich. Dessen Ökonomie ist stark vom Export und der Entwicklung in China abhängig. Dass sich hier etwas verändert hat, unterstreicht die gute Lagebeurteilung dort.

Die kommenden Wahlen in Europa finden damit in einem sich entspannenden ökonomischen Umfeld statt.

Rentenmärkte könnten unter Druck geraten
Für die Anleger am Rentenmarkt ist diese laut Hübner Entwicklung weniger ein Grund zur Freude. Denn bei einer Konjunkturerholung kommen Bonds regelmäßig unter Druck. Noch hält sich die Belastung aus Sicht der Anleger in Grenzen, wie ein Blick auf die sentix Themenindizes zeigt. Allerdings sinkt der Index für die Notenbankpolitik von 16,25 auf 11,25 (bei den Profis sinkt der Index sogar von 19 auf 11,5). „Sollte sich also die aktuelle Aufschwungstendenz weiter fortsetzen, könnte schon im Sommer die Unterstützung durch die Notenbanken, auf die viele Anleger derzeit setzen, schon wieder in Frage stehen“, warnt Hübner.

Deutschland: China wirkt
Auch die deutsche Konjunktur zeigt sich im Mai mit einem Gesamtindex von 7,9 stark verbessert. Anscheinend springt der Funke von der chinesischen Wirtschaft, die sich seit Jahresstart deutlich erholt hat, zunehmend auf die exportabhängige deutsche Konjunktur über. Die Lagebeurteilung steigt um fast acht Punkte auf 18,3 Punkte. Die Erwartungen verbessern sich zum vierten Mal in Folge auf den höchsten Wert Februar 2018.

USA: Vierter Anstieg in Folge
Die US-Konjunktur bleibt stark. Der Gesamtindex für die USA steigt zum vierten Mal in Folge auf 17,7 Punkte. Wie stark die Wirtschaft läuft, zeigen die Lagewerte, die bei 43,3 Punkte notieren. Die Erwartungen sind noch leicht negativ, aber bei so robusten Lagewerten rückt ein Abschwungsszenario wieder in den Hintergrund. Die grundsätzliche Einigung zwischen Präsident Trump und den Demokraten auf ein Infrastruktur-Investitionsprogramm trifft also auf eine boomende Wirtschaft. „Wie lange können da die Aktien- und Rentenmärkte noch von einer Lockerung der US-Geldpolitik träumen?“, fragt Hübner.

Asien ex Japan: Globale Lokomotive
Seitdem die chinesische Regierung das Ruder umgesteuert und wirtschaftspolitische Akzente gesetzt hat, streben die sentix Konjunkturindizes für die Region wieder deutlich nach oben. Inzwischen haben diese wieder Boom-Niveau erreicht. Der Gesamtindex liegt bei 21,1 Punkten. Die Lagewerte sind auf 30,5 und die Erwartungen auf 12,0 Punkte angestiegen. Letzteres ist der höchste Stand seit Februar 2018. Diese positive Dynamik strahlt inzwischen deutlich auf die anderen Regionen der Welt aus. Vor allem exportabhängige Ökonomien, wie Deutschland und Japan, profitieren inzwischen auch wieder von dieser Besserung. (aa)

 

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