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sentix: Extremer Stimmungsrückgang erinnert an historische Krisen

Die auf Behavioral Finance spezialisierte Investmentboutique sentix aus Frankfurt misst unter Investoren eine extrem schlechte Stimmung, die mit vergangenen, historischen Krisen vergleichbar ist. In Deutschland sind die Erwartungen auf einem Allzeit-Tief.

Manfred Hübner, sentix
Manfred Hübner, sentix
© sentix

Die Verschlechterung der Konjunktur in der Eurozone trägt inzwischen historisch einmalige Züge. Nie zuvor in der mehr als 20jährigen Historie, mit Ausnahme der Finanzkrise im Jahr 2008, war die Lagebeurteilung der Anleger im Rahmen der sentix-Umfrage zur Euroland-Konjunktur so schwach – und die Erwartungswerte gleichzeitig ebenfalls so niedrig. Das hält sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner in einer aktuellen Analyse fest.

Anfang September sinkt der Euroland-Gesamtindex um 6,6 Punkte auf -31,8 Punkte. Dies ist der niedrigste Wert seit Mai 2020. Die Lagewerte brechen um mehr als 10 Punkte auf -26,5 Zähler ein. Zwar ist dies „nur“ der niedrigste Wert seit Februar 2021, doch ist damit eine Stagnation der Euroland-Konjunktur quasi bestätigt.

Sehr wahrscheinlich hat Hübner zufolge bereits eine erhebliche, rezessive Entwicklung eingesetzt. Denn die Konjunkturerwartungen sind ebenfalls erneut auf -37 Punkte (rote Linie in der nachfolgenden Grafik) gefallen. Dieser Wert ist der niedrigste Stand seit Dezember 2008, als die damalige Finanzkrise nach dem Bankrott der Lehman-Bank ihren Höhepunkt erreichte, wie nachfolgendes Schaubild zeigt:

Historische Krise
In der historischen Rückschau wird damit klar, dass die aktuelle Wirtschaftsverwerfung in ihrem Ausmaß den Zusammenbruch der Tech-Werte (2003), die Eurokrise (2012) und selbst den Einbruch im Zuge der Corona-Lockdowns (2020) in seinem Umfang toppt, merkt Hübner an.

Zwar war der Einbruch der Lage im Jahr 2020 noch schärfer, die geldpolitische Reaktion in Form Billionen-schwerer Gelddruck-Programme der Notenbanken hat jedoch zügig zu einer Trendwende in den Konjunkturerwartungen geführt. Dies ist derzeit nicht in Ansätzen erkennbar. "Schlimmer noch: der Blick auf die sentix Themenindizes zeigt, dass die Anleger weder von Seiten der Inflation noch von den Notenbanken Hilfestellung zu erwarten ist", hält Hübner fest.

Deutschland vor der Winterstarre
Wie tief die Wirtschaftskrise in der Eurozone ist bzw. zu werden droht, ist Hübner zufolge an der größten Volkswirtschaft zu erkennen: "Denn nicht nur verzeichnet wird einen erheblichen Rückgang der konjunkturellen Lagebeurteilung, sondern müssen sogar einen weiteren Einbruch der Konjunkturerwartungen auf -36 Punkten vermelden. Letzteres ist ein Allzeit-Tief!"

Dies zeigt die gesamte Dramatik der aktuellen Krise: die Lage ist schon schlecht, doch noch erblicken die Anleger kein nachhaltiges Licht am Ende des Tunnels. Die Realwirtschaft wird sich dieser Eintrübung kaum widersetzen.

Erwartungen auf Allzeit-Tief

 

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