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sentix: First Mover mit erster Indikation nach Beginn des Iran-Krieges

Der sentix-Konjunkturindex liefert eine erste Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung nach Kriegsausbruch. Der Gesamtindex für den Euroraum fällt um 7,3 Punkte auf -3,1 und stellt damit den jüngsten Aufschwung infrage. Auch in Deutschland geht der Optimismus zurück.

Patrick Hussy, sentix
Patrick Hussy, sentix© sentix

Eckpunkte:

  • Der Iran-Konflikt erzeugt Konjunktursorgen in Euroland
  • Sentiment für Deutschland verschlechtert sich ebenfalls

Eine Woche nach Kriegsausbruch liegt laut sentix bereits eine erste, hauseigene Indikation vom First Mover zur Konjunkturentwicklung vor. Die Konjunkturstimmung in Euroland hat sich in Folge des Konfliktes im März 2026 deutlich eingetrübt. "Nachdem sich der sentix-Gesamtindex in den vergangenen Monaten verbessert hatte und im Februar mit +4,2 Punkten erstmals wieder im positiven Bereich lag, fällt er im März um 7,3 Punkte auf -3,1 zurück", berichtet Patrick Hussy
Geschäftsführer von sentix, in einer aktuellen Analyse.

Lieferkettenprobleme belasten
Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit der Eskalation des Iran-Krieges, der die globalen Energiemärkte belastet. Die Angriffe auf Energieinfrastruktur und Störungen der Schifffahrt im Persischen Golf drücken hierbei aufs Gemüt.

Der kräftige Anstieg der Ölpreise und die damit verbundene wirtschaftliche Unsicherheit hat aus Sicht der Anleger negative Konsequenzen.

Die Lageeinschätzung für den Euroraum verschlechtert sich von -6,8 auf -9,5 Punkte und bleibt damit klar im Minus. Besonders deutlich fällt der Rückgang bei den Konjunkturerwartungen aus: Nach 15,8 Punkten im Februar sinken sie im März um 12,3 Punkte auf 3,5 Punkte. "Damit wird der konjunkturelle Aufwärtstrend der vergangenen Monate in Frage gestellt. Der Energiepreisschock und die geopolitischen Risiken bremsen den zuvor gestiegenen Optimismus für die Wirtschaft in Euroland ein", erklärt Hussy.

Euroland-Konjunkturindex trübt sich ein

Inflationssorgen steigen und steigen
Mit der aktuellen geopolitischen Eskalation und dem damit verbundenen Ölpreisschock hat sich das Bild in den sentix Themenbarometern deutlich verändert: Im sentix Themenbarometer Inflation zeigt sich ein kräftiger Anstieg der Inflationssorgen. Das Barometer fällt deutlich von -7,5 auf -35 Punkte und signalisiert einen neuen Inflationsschub. Haupttreiber sind die erheblichen Verwerfungen an den Energiemärkten und der deutliche Anstieg der Ölpreise.

"Damit geraten auch die Notenbanken stärker unter Druck. Während bislang davon ausgegangen wurde, dass die Geldpolitik den Kapitalmarkt weiterhin moderat unterstützen kann, könnte ein erneuter Inflationsanstieg die Währungshüter dazu zwingen, restriktiver zu agieren. Eine zusätzliche geldpolitische Unterstützung der Konjunktur erscheint vor diesem Hintergrund zunehmend unwahrscheinlich", merkt Hussy an.

Deutschland: Der nächste Dämpfer
Nachdem sich die Konjunkturstimmung in Deutschland in den vergangenen Monaten verbessert hatte, erfährt die Entwicklung im März einen spürbaren Dämpfer. Der sentix-Gesamtindex für Deutschland fällt von -6,9 auf -12,1 Punkte und gibt damit einen Teil der zuvor erzielten Zugewinne wieder ab.Dabei zeigt sich ein differenziertes Bild.

Die Einschätzung der aktuellen Lage verbessert sich sogar und steigt zum dritten Mal in Folge auf nun -25,0 Punkte. Damit erreicht der Lageindex den höchsten Stand seit Juli 2025, wobei ein Jubel verfrüht erscheint: die wirtschaftliche Lage wird immer noch als „schlecht“ eingestuft. Erneut vorsichtiger werden die Anleger bei den Konjunkturerwartungen. Nach dem kräftigen Anstieg im Februar auf 16,3 Punkte brechen die Erwartungen im März deutlich auf 1,8 Punkte ein (-14,5 Punkte). (aa)

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