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Sentix-Barometer: Mehrere Motoren treiben globale Konjunktur an

Der konjunkturelle Aufholprozess geht weiter und vor allem die Lage wird laut sentix nun deutlich besser beurteilt als noch vor vier Wochen. In Euroland steigt der Lageindex um 15 Punkte auf 21,3 Punkte. Erfreulich: Beim Anstieg handelt es sich um kein lokales, sondern ein globales Phänomen.

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Auch in Deutschland nimmt die aktuelle Konjunkturbeurteilung an Fahrt auf, nachdem die stark sinkenden Corona- Zahlen mehr und mehr Öffnungsschritte für die Wirtschaft ermöglichen. Die Lage steigt zum 13. Mal in Folge auf 29,5 Punkte. Dies ist der beste Wert seit Januar 2019. Positiv ist, dass die Erwartungen mit 36,3 Punkten ebenfalls positiv bleiben. Dennoch wird es spannend sein zu sehen, wie lange die Öffnungseuphorie anhält und wie sich der Handel mittelfristig weiterentwickelt, sollte beispielsweise die Maskenpflicht weiter Bestand haben.

USA (mal wieder) mit Startvorsprung
Die USA haben früher als Europa wichtige wirtschaftliche Einschränkungen aufgehoben. Inzwischen haben sogar die Mehrzahl der Bundesstaaten alle Corona-Maßnahmen aufgehoben. Entsprechend positiv gestaltet sich auch hier die Lagebeurteilung mit dem sechsten Anstieg in Folge auf den höchsten Stand seit Dezember 2018 (46,3 Punkte). Aller- dings zeigen die sentix-Daten nun, dass hier die Luft für weitere Verbesserungen dünn wird. Die Erwartungen sinken zum zweiten Mal auf noch gute 33,8 Punkte. Dies ist jedoch gegenüber dem Hoch aus dem April bereits ein Rückgang um fast 14 Indexpunkte.
© sentix

Die Eurozone lässt laut den Sentiment-Anylysten von Sentix die schmerzlichen Einbußen des Corona-Jahres zunehmend hinter sich. Die Öffnungen von Handel, Gastronomie und Tourismus in den letzten Wochen zeigen ihre Wirkung in einem kräftigen Anstieg der Lagebeurteilung. Der entsprechende Index steigt auf 21,3 Punkte. Dies ist der höchste Stand seit November 2018, also weit besser, als die Anleger die Lage vor dem Corona-Einbruch beurteilten.

Die Motoren
"Dies mag in gewisser Weise verwundern, erklärt sich aber weniger aus dem Dienstleistungsbereich, der jetzt erst wieder an Fahrt aufnimmt, sondern durch die bereits seit Monaten boomartige Situation im verarbeitenden Gewerbe", so Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner.

Hinzu kommt laut Sentix, dass die Europäische Zentralbank seit mehr als einem Jahr einen sehr expansiven, geldpolitischen Kurs fährt. Diese üppige Liquiditätsversorgung wirkt eben- falls konjunkturbelebend. "Die positive Konjunkturlage dürfte auch nicht so schnell enden. Denn die Erwartungswerte verharren bei 35,3 Punkte nach wie vor auf einem expansiven Niveau. Auch von anderen Weltregionen gibt es bislang keine signifikanten Signale für eine kommende Wachstumsverlangsamung", so die optimistische Einschätzung. (hw)

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