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sentix: Anleger zu wenig ängstlich, Hausse droht ein jähes Ende

Laut der auf Sentiment-Messungen spezialisierten Investmentboutique sentix sei vor dem Hintergrund gefallener Aktienkurse der bei Investoren noch immer moderate Pessimismus "unnatürlich" und deute auf einen Verdrängungsmechanismus hin. Daher sei der Markt noch nicht "bereinigt"...

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Patrick Hussy, sentix: "Unser Risikoradar hat uns in 2018 wertvolle Hinweise gegeben, um frühzeitig Risiken in unseren Fonds zu begrenzen."
© sentix

Der Aktienmarkt weist laut sentix eine "schwache Struktur" auf. Investoren seien noch immer zu wenig pessimistisch und glauben nicht an einen Bärenmarkt. Daher könnte es nach einer kurzen Erholungsbewegung mit den Aktienkursen weiter nach unten gehen und das Jahr 2018 ein schleches Aktienjahr werden. Dieses Fazit kann man aus einem aktuellen Marktkommentar von sentix ziehen.

Abverkauf war fast zu erwarten
Die jüngste Kursschwäche im DAX kam laut sentix nicht von Ungefähr. Über Monate hinweg haben sich die Konjunkturerwartungen zurückgebildet. Die Gründe sind folgende: Neben politischen Querelen in Italien oder auch in Deutschland schlägt insbesondere der Handelsstreit der USA mit China ins Kontor. Steigende Zinsen in den USA haben das Investitionsklima zusätzlich belastet. Der restriktive Kurs vieler Notenbanken hat damit negativen Einfluss auf die Volatilität verschiedener Risikoassets.

Top-Formationen ausgebildet, trotzdem wenig Angst
Die scharfe Korrektur der letzten Tage habe sentix zufolge einiges an Porzellan zerschlagen. In vielen globalen Aktienindizes sind Top-Formationen entstanden, welche durch den Abverkauf abgeschlossen wurden. Der neunjährigen Aktienhausse drohe damit ein jähes Ende. Viele Indizes weisen zudem eine äußerst schwache Marktbreite auf, die zusätzlich Anlass zur Sorge gibt.

Ein solches Minus an den Märkten sollte normalerweise den Anlegern Angst einflössen. Das von sentix gemessene Sentiment für den DAX zeigt jedoch alles andere als Angst oder gar Panik. "Der moderate Pessimismus ist unnatürlich und deutet auf einen Verdrängungsmechanismus hin", erläutert Manfred Hübner, Chefstratege bei sentix.

Zweite Verkaufschance kommt
Aus statistischen Untersuchungen glauben die sentix-Experten herauszulesen, dass eine solche Anlegerreaktion in der Regel nur kurzfristig Kursgewinne beschert. „Dafür ist das Sentiment nicht negativ genug“, ergänzt Hübner. Folglich dürften die Märkte maximal zu einem Rückprall an die vollendeten Top-Formationen neigen. Einzustufen wäre dies dann als klassisches Pullback und bietet dann eine zweite Verkaufsgelegenheit.

Für den DAX könnte ein Zurückschnappen ein Anstieg in die Zone 11.800 bis 12.000 Punkte bedeuten. Danach dürfte der Abwärtsdruck erneut ansteigen.

„Wir lieben Stimmungsextreme"
Für Portfoliomanager bleibt das vierte Quartal damit äußerst anspruchsvoll. Gute Gelegenheiten bieten sich erst in einem einseitigen Anlegerverhalten, da zu diesen  Zeitpunkten Chancen und Risiken einseitig verteilt sind. „Wir lieben Stimmungsextreme, um antizyklisch zu handeln“, stellt Patrick Hussy fest, verantwortlicher Geschäftsführer für das Portfoliomanagement bei sentix Asset Management. „Unser Risikoradar hat uns in 2018 wertvolle Hinweise gegeben, um frühzeitig Risiken in unseren Fonds zu begrenzen“, so Hussy.

Mit Stimmungen den Index schlagen
Wie sentix in eigener Sache betont, wurde Anfang Oktober 2018 im indexnahen Vehikel sentix Fonds Aktien Deutschland ("SFAD", A1J9BC) eine Absicherung des Aktienexposures eingezogen, die dem erwarteten „Falltüreffekt“ bei Aktien Rechnung trug. Diesen Short hat Fondsmanager Hussy dann laut eigenen Angaben "mit Kursen um 11.500 Punkte „einkassiert“ und den Fonds auf seine Benchmark gestellt".

„Die Erhöhung auf 100 Prozent ist für uns jedoch nur eine taktische Antwort auf das Marktumfeld“, betont Hussy, um anzufügen: „Vielmehr dürfte der Aktienmarkt bis Mitte November belastet bleiben. Ob dann die Wahl in den USA eine Wende zum Besseren bringt, können wir am aktuellen Rand bestenfalls mutmaßen. Für uns steht damit fest: Eine Jahresendrallye ist in 2018 keinesfalls ein Selbstläufer. (aa)

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