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"Sell in May": in diesen neun von elf Ländern lohnt sich ein Verkauf

Sell in May and go away - der Satz ist allgemein bekannt. Der beliebte saisonale Börsenspruch besagt, dass die sechs Sommermonate erheblich schlechtere Ergebnisse als die sechs Wintermonate aufweisen. Das österreichisch-deutsche Fintech Seasonax hat die Saisonalität auf Herz und Nieren geprüft.

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Dimitri Speck, Gründer der Seasonax GmbH 
© interfoto

"Insbesondere für die US-Aktienmärkte gibt es viele Studien, die die Sommerschwäche bestätigen", weiß Dimitri Speck, Gründer des Start-ups Seasonax. Mit Hilfe der von Speck entwickelten Algorithmen liefert Seasonax auf Knopfdruck die Ergebnisse einer Überprüfung, ob der Halloween-Effekt, wie "Sell in May" auch genannt wird, in anderen Märkten - konkret in den größten Aktienmärkten der Welt - nachweisbar ist. Aber auch viele andere Saisonalitätsmuster lassen sich etwa mit der Seasonax App via Bloomberg oder Reuters, die im Abonnement erhältlich ist, abgreifen.

Wie sieht „Sell in May“ in anderen Ländern aus? 
Die elf größten Länder standen somit auf dem saisonalen Prüfstand. Dazu hat Seasonax die gängigen Aktienindizes der von der Marktkapitalisierung elf größten Länder ab 1970 beziehungsweise ab dem Vorliegen von Kursen herangezogen. Der Vergleich trennt das Sommerhalbjahr von Mai bis Oktober vom Winterhalbjahr von November bis April. Die Position wird am ersten Handelstag des Folgemonats glattgestellt. In dem jeweils nicht investierten Halbjahr unterstellt Seasonax eine unverzinste Cash-Position, um den saisonalen Effekt des Aktienmarktes nicht durch Zinserträge zu verfälschen.

Die Länderergebnisse im Detail
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Halbjahres-Ergebnisse der elf Länder. Grün markiert sind die Halbjahre, bei denen sich ein Investment risikoadjustiert lohnte. In Rot präsentieren sich die verlustreichen Halbjahre.

Quelle: Seasonax

Das Ergebnis ist deutlich
In allen elf Ländern verlief das Winter- besser als das Sommerhalbjahr. In fünf dieser elf Länder hätte man während des Sommerhalbjahres im Mittel sogar Verluste erlitten! Speck: "Diese Länder sind: Frankreich, Deutschland, Japan, Taiwan und Großbritannien. In diesen Ländern wäre es also definitiv besser gewesen, Urlaub zu machen – oder woanders zu investieren. Tatsächlich lohnte sich nur in zwei Ländern ein Sommer-Investment - Hongkong und Indien."

Altbekannt, aber nicht wegarbitriert 
Die Tabelle unterstreicht, dass es die Sommerschwäche tatsächlich gibt. Dabei handelt es sich um eine sehr einfache und altbekannte Regel. "Aber es gibt weitaus mehr saisonale Effekte, die man beispielsweise mit der Seasonax-Applikation in Bloomberg oder Reuters identifizieren kann", sagt Speck. Viele davon seien übrigens noch völlig unbekannt. "Sell-in-May" sei hingegen seit Jahrzehnten geläufig. Dennoch funktioniere die Regel. "Anscheinend richten sich viel zu wenige danach und es gibt auch kaum Arbitrage", folgert Speck."Diese Stabilität lässt erwarten, dass „Sell in May“ auch in Zukunft noch funktioniert." (kb)

 

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