Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Bringt ESG wirklich etwas? Kritische Fragen von unerwarteter Seite!

Ad

Drei Manger von NN Investment Partners stellen sich den schwierigen Fragen der nächsten Generation und geben unerwartete und persönliche Antworten zum Thema ESG und verantwortungsbewusster Geldanlage.

Anzeige
Advertisement
| Märkte
twitterlinkedInXING

Sehen wir positive Zinsen vielleicht erst wieder in einer Dekade?

Erst vergangene Woche hatte Dekabank-Chef Michael Rüdiger erklärt, die Rückkehr zu positiven Zinsen in der Eurozone könnte sich bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts hinziehen.

Helmut Schleweis
Mit Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis (Bild) mehren sich die Stimmen der Banker, die im Euroraum eine sehr lange Zeit mit Zinsen bei Null oder darunter befürchten
© DSGV

“Es könnte sein, dass es auch diese Zeitspanne dauert”, sagte der Vorsitzende des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes am Mittwoch in einem Interview mit Bloomberg am Rande des Handelsblatt Banken-Gipfels in Frankfurt. Auf jeden Fall sei mit einem längeren Zeitraum zu rechnen, so Schleweis.

Die EZB hatte im Juli den Hauptrefinanzierungssatz bei 0,00 Prozent und den Einlagensatz bei minus 0,4 Prozent belassen. Der EZB-Rat hatte allerdings signalisiert, dass die Leitzinsen mindestens für die erste Hälfte des Jahres 2020 - und in jedem Fall so lange wie erforderlich - auf ihrem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben würden.

Verbietet die Politik die Weitergabe negativer Einlagezinsen?
Schleweis sagte am Mittwoch, er befürchte, der Einlagensatz werde weiter abgesenkt. Er halte aber nichts davon, negative Zinsen auf Einlagen von Kunden gesetzlich zu verbieten, so wie es zuletzt von der Politik diskutiert wurde. “Eine staatliche Festsetzung von Preisen widerspricht meiner wirtschaftspolitischen Auffassung“, sagte Schleweis. In einer sozialen Marktwirtschaft würden Preise am Markt gebildet, so der DSGV-Manager.

Verwahrentgelt für vermögende Private
Mindestens dreißig Banken und Sparkassen in Deutschland erheben derzeit ein sogenanntes Verwahrentgelt für vermögende Privatkunden, zum Teil schon für Einlagen ab 100.000 Euro auf Giro- oder Tagesgeldkonten. Das geht aus einer Umfrage des Vergleichsportals biallo.de aus dem vergangenen Monat hervor.

Mit Blick auf die Pläne von Frankfurter Volksbank und der Taunus Sparkasse, gemeinsame Filialen betreiben zu wollen, zeigte sich Schleweis zurückhaltend. Das könne man unterschiedlich beurteilen, so Schleweis. “Aber unsere Gruppe war schon immer so, dass wir einzelne Dinge ausprobieren und dann langfristig darüber entscheiden, ob es sinnvoll ist“, sagte er. Es sei schwer einzuschätzen, was passiere, wenn an einer Bankfiliale wiederholt die Marke wechsele, auch wenn der Erhalt von Filialen positiv sei, so Schleweis. “Es gibt hier etwas, dass wir mit Interesse beobachten.“ (kb)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren