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Schweizer Asset Manager: Wandelanleihen sind trotz Rally nicht teuer

Nach Einschätzung von Swisscanto Invest bergen Wandelanleihen noch Kurspotenzial. Investoren sollten daher entsprechendes Exposure in Erwägung ziehen.

Stefan Krause, Swisscanto
Stefan Krause, Swisscanto
© Swisscanto

Großanleger sollten weiterhin auf Wandelanleihen setzen, diese seien trotz gestiegener Kurse noch nicht teuer, meint Stefan Krause, Wandelanleihenexperte bei Swisscanto Invest. Krause erinnert daran, dass Convertible Bonds dieses Jahr verstärkt in den Investorenfokus gerückt sind.

Zum einen zeigten sie beim Aktiencrash im März den gewünschten Schutz und reduzierten erfolgreich die Kursverluste im Vergleich zu Dividendenpapieren. Und zum anderen konnten sie im darauffolgenden Aufschwung enorm zulegen. Die als Nischen-Anlageklasse im Markt fest verankerten Wandelanleihen erholten sich deutlich besser als die meisten Aktienindizes und die breiten Wandler-Indizes notieren aktuell auf Jahressicht im Plus.

Diese Umstände führen zu steigender Wahrnehmung und dürften dafür sorgen, dass Anleger angesichts der weiterhin unsicheren Gesamtlage sich intensiver mit Wandelanleihen beschäftigen werden.

Zwei Faktoren spielen Investoren in die Hände
Die Kursgewinne des breiten Wandelanleihenmarkts resultieren aus der Aktienmarkterholung sowie Spreadeinengungen. Da der Technologiesektor einen starken Anteil im Wandelanleihenmarkt darstellt, partizipierten Investoren entsprechend überproportional an den Entwicklungen.

Und trotz der jüngsten Rally sind Wandelanleihen laut Einschätzung Krauses in der theoretischen Bewertung nicht teuer. Im langfristigen Durchschnitt notieren Wandler in den USA etwa drei Prozent günstig und bergen damit zusätzliches Kurspotenzial im Falle einer Bewertungsnormalisierung hinsichtlich der zweiten Jahreshälfte.

Delta spricht für Einstieg
Das momentane Profil der Anlageklasse kann als Balanced oder ausgewogen bezeichnet werden. Mit einem Delta von etwa 50 fänden Investoren eine gute Situation vor, um von weiteren Aktienkursgewinnen stark zu profitieren und um bei nachgebenden Aktienmärkten einen besseren Schutz zu geniessen, sollte es beispielsweise zu einem weiteren Coronavirus-Rückschlag an den Märkten kommen.

Der Wandelanleihenmarkt gewann zudem in diesem Jahr an Breite und damit an Attraktivität, da das Neuemissionsvolumen infolge der Coronavirus-Krise enorm anstieg. Insbesondere die Sektoren Technologie, Airlines und Shipping lancierten unter anderem Wandler.

"Sollte die wirtschaftlichen Entwicklungen im Jahresverlauf nicht zu sehr enttäuschen, dürfen Wandelanleiheninvestoren ein zufriedenstellendes Jahr 2020 in punkto Rendite erwarten", erklärt Krause abschließend. (aa)

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