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Schwächer schwankende Schwellenländer

Es gibt Investoren, die einen großen Bogen um Aktien aus Schwellenländern machen. Schließlich seien die Titel deutlich volatiler als die Aktien aus Industriestaaten, wird gemeinhin behauptet. Doch ist das überhaupt richtig?

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Sven Lehmann,  Fondsmanager des HQT Global Quality Dividend
© HQ Trust

„Richtig ist, dass in der Coronakrise die Volatilität an den Märkten wieder zugenommen hat“, sagt Sven Lehmann. „Aber die Volatilität in den Industrieländern und Entwicklungsländern ist schon seit gut 1,5 Jahren nahezu identisch.“

Vola in Industrieländern und Entwicklungsländern heute fast gleichauf
Der Fondsmanager des HQT Global Quality Dividend hat sich auf die Suche nach den Gründen für diese Entwicklung gemacht hat. Schließlich lag die Differenz Ende der 90er Jahre noch bei mehr als 15 Prozentpunkten. Im Rahmen seiner Untersuchung analysierte Sven Lehmann die Veränderung von Volatilität und Gewichtung der elf wichtigsten Sektoren des MSCI EM seit dem Jahr 1997.

Neuer Gleichlauf
Trotz des jüngsten Anstiegs ist die Volatilität des MSCI Emerging Markets stark gesunken:  Dabei ging es in allen Sektoren abwärts, im Schnitt um neun Prozent.

Quellen: Datastream, HQ Trust

Erkenntnisse
„Besonders deutlich ist die Volatilität im IT-Sektor gefallen: Hier lag der Rückgang bei hohen 17 Prozentpunkte“, konstatiert Lehmann. „Zudem spielt bei der Veränderung der Volatilität eine Rolle, dass sich die Gewichtung der Sektoren seit 1997 deutlich verändert hat. In der Gewichtung am stärksten zugelegt haben der IT-Sektor und die Nicht-Basiskonsumgüter, die zu den weniger volatilen Branchen gehören. Dagegen ist das Gewicht der Aktien aus den Bereichen Energie sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe deutlich gesunken: Beide Sektoren zählen zu den schwankungsintensivsten.“ Ein weiterer Grund sei der starke Anstieg der Gewichtung Chinas im Index. Dies sorge dafür, dass die Währungsschwankungen abgenommen hätten, so Leghmann weiter. "Auch im größten Sektor, dem Finanzsektor, sorgen die chinesischen Titel für mehr Stabilität.“ (kb)

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