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Schroders: Anleger ignorieren Gewinnentwicklung der Unternehmen

An der US-Börse machen so viele Unternehmen Verluste wie seit 30 Jahren nicht mehr. Viele Investoren scheinen sich nicht daran zu stören. Schroders-Experten erklären, warum Unternehmensgewinne trotzdem ausschlaggebend bleiben.

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© gustavofrazao / stock.adobe.com

Immer mehr börsennotierte Unternehmen in den USA machen geschäftlich Verluste. Trotzdem schenken Anleger ihnen Vertrauen und spekulieren dabei auf künftige Kursgewinne. Seit Jahresbeginn stiegen die Aktien von US-Unternehmen, die Verluste aufweisen, sogar um neun Prozentpunkte stärker als der Gesamtmarkt, berichtet die Fondsgesellschaft Schroders. Trotzdem treffen Anleger mit rentablen Unternehmen auf Dauer die bessere Wahl, sagt Fondsmanager Frank Thormann. Er warnt Anleger vor übertriebener Zuversicht: "Die Stimmung könnte sich rasch zugunsten rentabler Unternehmen mit positiven Nettomittelzuflüssen ändern.“

Tatsächlich blieb die Kursentwicklung verlustreicher Unternehmen in der Vergangenheit auf längere Sicht auch hinter dem Markt zurück. Historisch betrachtet ist es daher ungewöhnlich, dass Anleger "Minusmachern" zurzeit besonders positiv bewerten. Thormann begründet die aktuelle Situation mit dem ungewöhnlichen Marktumfeld. Auch der hohe Anteil an Unternehmen mit Verlusten an der US-Börse ist ungewöhnlich. Zuletzt hatten um die Jahrtausendwende ähnlich viele Unternehmen Miese gemeldet. 

Verluste zugunsten von Investitionen
Bei vielen Unternehmen entstehen Verluste in Phasen, in denen sie in das eigene Zukunftswachstum investieren. "Für einige der am schnellsten wachsenden Unternehmen ist es normal, dass die Ausgaben höher als die Einnahmen sind“, erklärt Nils Rode, Chef-Anlagestratege der Schroders-Tochter Schroder Adveq. Der Experte warnt dennoch, das einige Unternehmen sich mit dieser Strategie allerdings verzetteln können – "insbesondere in Branchen, in denen ein erheblicher Teil des Anlegerkapitals in Marketing oder Werbung oder sogar in die Subventionierung von Produktpreisen fließt“. (fp)

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