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Sarasin: Lokalwährungsanleihen aus Schwellenländern bleiben attraktiv

Eine zurückhaltende Geldpolitik der Zentralbanken, attraktive Carry-Erträge und ein schwächerer US-Dollar dürften lokale Währungsanleihen aus Schwellenländern in den nächsten sechs bis zwölf Monaten weiterhin stützen.

© Valeri Luzina / stock.adobe.com

Zwar bestehen in einigen Ländern wie Brasilien, Kolumbien und Ungarn weiterhin fiskalische Risiken, doch sind deren Zentralbanken zu Recht auch restriktiver. Bei J. Safra Sarasin geht man davon aus, dass die Gesamtrenditen von Lokalwährungsanleihen der Emerging Markets im nächsten Jahr attraktiv bleiben werden, wobei Länder aus EMEA und Lateinamerika die Spitzenreiter sein dürften.

Historisch niedrige High Yield Spread in den Developed Markets
Auf der anderen Seite werden die Spreads für Hochzinsanleihen aus Industrieländern derzeit auf dem niedrigsten Stand seit 25 Jahren gehandelt. Hohe absolute Renditen bis zur Fälligkeit wecken weiterhin das Interesse der Anleger, obwohl der historisch niedrige Kreditspread die erwarteten Überschussrenditen gegenüber Anleihen mit höherer Bonität erheblich begrenzen wird. Eine strukturelle Untergewichtung von Unternehmensanleihen ist derzeit nicht gerechtfertigt, aber vereinzelte Anzeichen für zunehmende Spannungen an den privaten Kreditmärkten erfordern Aufmerksamkeit.

Die Wirtschaft der Eurozone enttäuschte im September erneut
Das Wachstum konnte nicht wesentlich anziehen, da die Konsumneigung der Verbraucher weiterhin gering ist. Bei Sarasin geht man davon aus, dass sich das Wachstum in den kommenden Quartalen verbessern wird, da die deutschen fiskalischen Impulse die Nachfrage ankurbeln dürften, auch wenn die Umsetzung des Konjunkturpakets nur schrittweise erfolgen wird.

Q3-Unternehmensergebnisse der US-Aktien kommen bald
In den kommenden Wochen werden die Unternehmen in den USA ihre Ergebnisse für das dritte Quartal veröffentlichen. Die Konsensprognosen für die Gewinne sind moderat und gehen von einem EPS-Wachstum von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus – dem niedrigsten Wert seit dem 2. Quartal 2023. Angesichts des soliden makroökonomischen Umfelds der letzten Wochen erwartet man bei Sarasin, dass die Gewinne die Erwartungen übertreffen werden, auch wenn die positiven Wechselkurseffekte nachgelassen haben. Ein potentieller Gegenwind für die Gewinne des S&P 500 sind die Zölle, die mit dem allmählichen Abbau der Lagerbestände aus dem 1. Quartal stärker spürbar werden könnten. (kb)

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