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Sarasin: "Die Luft für die Aktienmärkte wird langsam dünn"

Bei einer Betrachtung der wichtigsten Geschäftsklimaindikatoren in den Industrieländern gibt es kaum Zweifel. Sowohl der ISM-Manufacturing-Index in den USA als auch der ifo-Geschäftsklima-Index in Deutschland befinden sich zwar noch immer auf einem äußerst hohen Niveau, sind aber nun im April zum zweiten Mal in Folge gefallen, so dass der Zenit im Konjunkturzyklus wohl überschritten ist. Die Bank Sarasin hat in einer Studie analysiert, wie sich die Aktienmärkte nach dem Zenit im Zyklus entwickeln, insbesondere wenn der ISM-Index von einem hohen Niveau unter die Marke von 60 Punkten fällt. In der Analyse wurden alle ISM-Zyklen der letzten 60 Jahre berücksichtigt, in welchen der ISM-Index auf einem Niveau von über 60 Punkten war und danach für mindestens drei Monate unter dieses Niveau zurückfiel.

Für die Entwicklung der Aktienmärkte nach einem Rückgang des ISM-Index unter 60 Punkte ist entscheidend, ob die Wirtschaft in der Folge in eine Rezession abgleitet oder ob sie eine weiche Landung schafft, schreibt Philipp E. Bärtschi, Chefstratege der Bank Sarasin & Cie in seiner Analyse. Ein Niveau von unter 50 Punkten deutet auf eine Kontraktion im verarbeitenden Gewerbe hin. Ein Niveau von unter 45 Punkten führt meist zu einer Rezession.

Die Bank Sarasin hat daher die insgesamt 13 Perioden noch einmal in zwei Gruppen unterteilt. Die erste Gruppe enthält sechs Perioden, in denen der ISM-Index in den folgenden 18 Monaten auf ein Niveau von unter 45 fiel. Die zweite Gruppe enthält sieben Perioden, in welchen der ISM-Index das Niveau von mindestens 45 halten konnte. Wie anzunehmen ist, entwickeln sich die Aktienmärkte äußerst positiv, wenn der Wirtschaft eine weiche Landung gelingt.

Im Falle einer harten Landung muss zunächst mit einer Durststrecke bei Aktien gerechnet werden. Im Durchschnitt wurde aber nach zwölf Monaten das anfängliche Niveau wieder erreicht. Was vielleicht am meisten überrascht ist, dass die Aktienmärkte trotz dem hohen Niveau des ISM-Index im Vorfeld des Falls unter 60 meist nicht besonders gut abgeschnitten haben.

Im aktuellen Szenario der Bank Sarasin wird der ISM-Index in den nächsten Monaten unter das Niveau von 60 fallen. Dies bedeutet, dass der Index bereits heute auf einem für die Performance gefährlich hohen Niveau liegt. Die Luft für die Aktienmärkte wird langsam dünn und das Risiko einer Konsolidierung steigt. Die positiven Überraschungen der Berichtssaison zum ersten Quartal 2011 werden zwar kurzfristig noch Aufschub verleihen. Frühere Analysen zeigen aber, dass das Rückschlagsrisiko für Aktien steigt, sobald der ISM-Zenit erreicht ist. Selbst bei einem immer noch hohen ISM-Niveau und steigenden Gewinnen könnten die Aktienmärkte schon bald in eine Konsolidierungsphase treten. Falls die globale Wirtschaft aber nicht in eine Rezession abgleitet, sind auf eine Sicht von sechs bis zwölf Monaten wieder positive Aktienrenditen zu erwarten.
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