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Sal. Oppenheim: Weshalb kommt die Inflation nicht in die Gänge?

Das Lohnwachstum in der Eurozone wird trotz Konjunkturerholung weiter verhalten ausfallen, sagt Ulrike Kastens, Volkswirtin bei Sal. Oppenheim. Die Europäische Zentralbank dürfte ihr Inflationsziel deshalb verfehlen.

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Ulrike Kastens, stellvertretende Leiterin Volkswirtschaft bei Sal. Oppenheim
 
© Sal. Oppenheim

Die Europäische Zentralbank (EZB) befindet sich in einem Dilemma, erklärt Ulrike Kastens, stellvertretende Leiterin Volkswirtschaft bei Sal. Oppenheim: "Einerseits verlangt sie strukturelle Reformen, die aber tendenziell preisdämpfend sind, andererseits braucht sie ordentliche Lohnsteigerungen, um ihr Inflationsziel zu erreichen." Die Löhne steigen derzeit aber, wenn überhaupt, nur moderat. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Strukturelle Reformen am Arbeitsmarkt, das hohe Niveau der Arbeitslosenquote, die schwache Arbeitsproduktivität sowie die andauernde Krise am Arbeitsmarkt in den südlichen Euro-Ländern.

Auch die niedrigen Inflationsraten in den vergangenen Jahren haben die Lohnforderungen eingedämmt. "Eine stärkere globale Nachfrage, die Reformen am Arbeitsmarkt sowie eine lockere Fiskalpolitik werden weiterhin zu einer steigenden Beschäftigung führen und die Arbeitslosenquote in der Eurozone von derzeit 9,1 Prozent auf 8,5 Prozent im Jahr 2018 drücken. Das Lohnwachstum wird trotzdem weiterhin sehr verhalten ausfallen", erwartet Kastens. Damit sei vorhersehbar, dass die EZB ihr Inflationsziel von "unter, aber nahe zwei Prozent" verfehlen werde.

Konjunktur erholt sich
Indes befindet sich die Konjunktur in der Eurozone bereits seit 17 Quartalen in der Erholungsphase, stellt die Ökonomin fest. "Richtig spürbar wurde diese Erholung aber erst in diesem Jahr", sagt Kastens. In den kommenden Monaten dürfte es weiter aufwärtsgehen: "Darauf deuten die Stimmungsindikatoren aus der Industrie und dem Dienstleistungsbereich hin." Vor allem die Wirtschaft in Deutschland werde weiterhin im Einklang mit der Eurozone wachsen, während sich in Frankreich nach den jüngsten Arbeitsmarktreformen eine Verbesserung abzeichnen werde. Italien dagegen werde auch längerfristig mit der wirtschaftlichen Lage im Land zu kämpfen haben. (fp)

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