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Saisonalität: So stark outperformen Aktien um den Monatswechsel

Um den Markt zu schlagen, verbringen die meisten Investoren viel Zeit auf der Suche nach Perlen oder nach ausgefeilten Handelsregeln. Doch es geht einfacher. Das deutsch-österreichische Fintech seasonax analysiert systematisch Saisonalität in all ihren Ausprägungen und hat Interessantes gefunden.

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"Seasonax zeigt Ihnen, wie Sie über die vergangenen fast 50 Jahre außergewöhnlich gute Gewinne am Aktienmarkt erzielen konnten. Und das mit nur zwei Trades pro Monat, während Sie nur ein Drittel der Zeit investiert waren", sagt Dimitri Speck, Gründer und Chef-Analyst von seasonax.
© interfoto

Um den Monatswechsel entstehen die meisten Gewinne, ob man es glaubt oder nicht. Sehen Sie sich dazu den folgenden Chart an. Er illustriert die Kapitalertragskurven des S&P 500 Aktienindex ab dem Jahre 1979 abhängig von der Position während des Monats. In Blau sieht man den Ertrag eines Investments in den S&P 500 Index vom 26. eines Monats bis zum 5. des Folgemonats, in Rot ist der Ertrag in der übrigen Zeit, also vom 6. bis zum 25. eines jeden Monats, beginnend mit dem Jahr 1970 und auf 100 indexiert, abgebildet. Gewinne gab es dabei fast nur um den Monatswechsel herum.

Investment um den Monatswechsel ist performancemäßig deutlich vorne

Quelle: seasonax

Wie man sehen kann, schlug die Zeit um den Monatswechsel die übrige Zeit deutlich. Der Ertrag lag im Mittel bei 4,88 Prozent, in der übrigen Zeit trat hingegen ein Gewinn in Höhe von nur 2,23 Prozent auf. Das markiert einen deutlichen Unterschied.

Phänomen des „Turn of The Month“-Effekts
Dieses hängt mit Zahlungsströmen um den Monatswechsel zusammen wie etwa der Auszahlung der Gehälter. Das Phänopmen ist aber nicht nur ein amerikanisches. Auch in Großbritannien beispielsweise schlägt der Monatswechsel den Markt. Das illustriert der  folgende Chart, bei dem erneut der Ertrag eines Investments um den Monatswechsel (blau) jenen in der übrigen Zeit (rot) anhand des FTSE 100 Index übertrumpft. Der Monatswechsel führt hier recht stetig.

Großbritannien - fast eine Blaupause

Quelle: Seasonax

Wie hier ersichtlich, schlug die Zeit um den Monatswechsel diesmal sogar die Investition über den Gesamtzeitraum. Der Ertrag lag im Mittel bei 7,76 Prozent, in der übrigen Zeit trat hingegen sogar ein Verlust in Höhe von 1,06 Prozent auf.

Wie sieht es nun in Deutschland aus?
Nach der gleichen Methodik vorgegangen, ergibt sich folgendes Bild für Deutschland anhand des DAX Index. Erneut bringt die Zeit um den Monatswechsel die Erträge. Der Ertrag lag im Mittel bei 6,66 Prozent, in der übrigen Zeit trat hingegen sogar ein Verlust in Höhe von 0,47 Prozent auf. Die Monatsmitte ist kaum noch performancemäßig zu erkennen.

Auch in Deutschland ist der Monatswechsel klarer Sieger

Quelle: Seasonax

Anomalien können Gewinne steigern
Offensichtlich rentieren in diesen drei Märkten Aktieninvestments um den Monatswechsel herum deutlich besser als um die Monatsmitte. In etwa einem Drittel der Zeit wird in den USA mehr Gewinn als in der übrigen Zeit erzielt – oder sogar der ganze Gewinn wie in Großbritannien und Deutschland. Diesen Effekt können Investoren beispielsweise nutzen, indem sie ihn direkt handeln, oder indem sie Aktienkäufe vorziehen. Sie können aber auch mit weiteren Effekten kombiniert werden, die man via www.seasonax.com selbst aufspüren kann. Kalendarische Phänomene können langjährig und international stabil und profitabel sein. (kb)

 

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