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Russland-Sanktionen lassen Japans Wirtschaft kalt

Zusammen mit anderen G-7-Ländern hat Japan eine Reihe von Sanktionen gegen Russland verhängt. Naoki Kamiyama, Chief Strategist bei Nikko Asset Management erläutert, warum diese Maßnahmen Japans Wirtschaft kaum schaden.

Naoki Kamiyama
Naoki Kamiyama, Chief Strategist bei Nikko AM
© Nikko AM

Zu den Sanktionen gehören die Sperrung russischer Banken für SWIFT, das Einfrieren der Devisenguthaben der russischen Zentralbank, die Verhängung von Ausfuhrbeschränkungen (z.B. für Halbleiter) sowie das Einfuhrverbot für bestimmte russische Waren, weiß Naoki Kamiyama, Chefstratege bei Nikko Asset Management.

Die Sanktionen sind zwar schlagzeilenträchtig, ihre Auswirkungen auf Japans Wirtschaft und Märkte dürften jedoch gering sein. Abgesehen von wenigen Ausnahmen - wie etwa einigen Automobilherstellern – ist die Zahl der großen japanischen Unternehmen, die in Russland produzieren und vertreiben, sehr begrenzt. Einige Unternehmen im Norden Japans treiben Handel mit Russlands fernem Osten – allerdings in einem geringen Umfang, der keine großen Auswirkungen auf den Aktienmarkt hat.

Viele japanische Hersteller von Autoteilen und Elektrofahrzeugen sind auf Rohstoffe wie Nickel und Palladium angewiesen, die in Russland produziert werden. Die Sanktionen haben jedoch noch keine ernsthaften Auswirkungen, da diese Hersteller über ausreichende Lagerbestände verfügen und genügend Zeit haben, sich nach alternativen Quellen umzusehen. So ist Russland zwar der größte Palladiumproduzent, nicht aber der einzige. Aufgrund der höheren Preise für das Industriemetall hat sich die Produktivität der Minen in anderen Ländern wie Südafrika, Kanada und den USA verbessert.

Ebenfalls viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen könnte ein Zahlungsausfall Russlands. Aber selbst wenn Russland in Verzug geriete, wären keine großen Auswirkungen auf das japanische Finanzsystem zu befürchten, das keine starken Verbindungen zu Russland hat, meint  Kamiyama. "Im Falle eines russischen Zahlungsausfalls dürften zudem die japanischen Behörden ihrem Finanzsystem schnell zu Hilfe eilen. Es ist also erwarten, dass die japanische Regierung jegliche Kurzschlussreaktion des Aktienmarktes auf einen Zahlungsausfall Russlands begrenzen wird." (kb)

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