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Robert Holzmann: EZB würde Rezession in Kauf nehmen

Zur Bekämpfung der Inflation würde die Europäische Zentralbank (EZB) bei der Straffung der Geldpolitik auch eine leichte Rezession hinnehmen, meint das EZB-Ratsmitglied Robert Holzmann, der unter Marktbeobachtern als geldpolitischer "Falke" gilt.

OeNB-Gouverneur Robert Holzmann
OeNB-Gouverneur Robert Holzmann
© OeNB

Die Europäische Zentralbank würde gegebenenfalls eine moderate Rezession in Kauf nehmen müssen, um den Preisdruck einzudämmen, erklärt EZB-Ratsmitglied Robert Holzmann. “Wir hoffen, dass das nicht notwendig sein wird”, so der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank am Sonntag in der österreichischen Nachrichtensendung ZiB 2. Derzeit liege die langfristige Inflationserwartung nur leicht über der Marke von zwei Prozent, jedoch gebe es “einige Hinweise, dass das stärker steigen könnte”.

Die Währungshüter des Euroraums haben in diesem Monat die Leitzinsen um einen halben Prozentpunkt und damit mehr als erwartet erhöht. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat angekündigt, mit der Straffung fortzufahren, bis die Inflation wieder das Zwei-Prozent-Ziel der Notenbank erreicht hat.

Der Herbst wird spannend
Holzmann zufolge wird das Ausmaß einer Zinserhöhung im September von der Entwicklung der Wirtschaftsaussichten abhängen. Es könne eine weitere Anhebung um 50 Basispunkte geben, eine größere oder eine kleinere. 

Holzmann verteidigte das Transmission Protection Instrument (TPI) der EZB, mit dem gegebenenfalls Turbulenzen auf den Anleihemärkten der Eurozone verhindert werden sollen: Das Instrument sei nötig, weil “wir eine unvollständige Währungsunion haben, weil wir keinen zentralen Finanzminister haben, weil wir keine Kapitalmarktunion haben, weil wir keine Bankenmarktunion haben”, so Holzmann. “Das führt dazu, dass wir mit Hilfsinstrumenten versuchen müssen, die Währungsunion zusammenzuhalten.” (aa)

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