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IM Investmentforum: Soziale Infrastruktur-Investments

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Robert Beer: Verlieren die Notenbanken die Kontrolle?

Der Mastermind von Robert Beer Invest geht der Frage nach, wie es an den Märkte weitergeht und ob den Zentralbanken die (vermeintliche) Kontrolle über die Märkte entgleitet. Damit stellt sich auch die Frage, ob Aktien weiterhin gehalten werden sollten.

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Rober Beer: "Unsere Stärke spielen wir aus, wenn es mal wieder unerwartet schwieriger wird an den Märkten oder es zu überraschenden Entwicklungen kommt."
© Beer-Invest

Fallende Märkte haben sowohl bei Renten, als auch bei Aktieninvestoren für Ernüchterung gesorgt. Dafür waren steigende Zinsen in den USA, aber auch Europa verantwortlich, schreibt Robert Beer, Gründer von Beer Invest, in einer aktuellen Markteinschätzung. Zwar liegt der US-Leitzins noch bei 1,5 Prozent, in den länger laufenden Anleihen werden jedoch bereits weitere Zinsschritte eingepreist. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe hat deutlich zugelegt und tendiert Richtung der drei Prozentmarke. Aber auch in Europa wird das Ende des EZB-Ankaufsprogramms vorweggenommen und die Renditen steigen, schreibt Beer. Die zehnjährige Bundesanleihe notiert bei etwa 0,75 Prozent p.a. nach 0,30 Prozent p.a. im Dezember.

Vola-Sprung von niedrigem Niveau aus
Dieser Zinsanstieg war laut Beer ein willkommener Grund für Investoren, ihre Gewinne zu realisieren und damit etwas Luft aus der zuletzt doch etwas steilen Aufwärtsentwicklung abzulassen. Dass diese Entwicklung vielen Marktteilnehmer doch etwas überrascht hat, zeigt der Anstieg der Volatilität. Während diese in den Verschnaufpausen 2017 noch extrem niedrig verharrte, stieg sie in den letzten Tagen massiv an: Von Niveaus um zehn auf knapp 20. „Es kommt etwas Angst in den Markt!“, schreibt Beer.

Höhere Preise machen Probleme
Denn ein altes Gespenst scheint langsam zurückzukehren: Die Inflation zieht spürbar an. So werden in diesem Jahr die gestiegenen Rohstoffpreise – allein der deutlich gestiegene Ölpreis – die Inflationsrate markant erhöhen. Auch die zu erwartenden Lohnsteigerungen und der knappe Arbeitsmarkt an sich sprechen laut Beer für diese Tendenz. Und dies nicht nur in Deutschland, sondern eben auch in den USA und China, also weltweit. Aktuell sind viele Betriebe sehr gut ausgelastet, was zu längeren Lieferzeiten bzw. Engpässen führt. „So sind beispielsweise – kein Witz – Paletten derzeit knapp. Die Steuersenkungen in den USA sowie die Ausgabenpläne einer sich abzeichnenden GroKo – in einem sowieso schon laufenden Markt – tun ihr übriges. Verlieren also die Notenbanken die Kontrolle und müssen gegensteuern?“, schreib Beer.

Aktien ja, aber nur beste Qualität
Laut Einschätzung Beers seien Aktien für Investoren weiterhin die erste Wahl. Denn während Anleihen immer noch geringe Zinsen bieten und sogar Kursverluste drohen, profitierten Unternehmen von den guten konjunkturellen Aussichten. Jedoch gelte es auch hier zu unterscheiden: Während sehr gut gelaufene Technologiewerte, aber auch viele Nebenwerte eine sehr hohe Bewertung aufwiesen, gelten europäische Blue Chips weiterhin als günstig und profitierten aktuell von der guten wirtschaftlichen Lage. Hinzu kommt: Viele US-Firmen haben ihre Aktienrückkäufe auf Pump getätigt und müssten nun höheren Zinsen bezahlen. „Worauf sich Anleger daher einstellen sollten: Höherere Volatilität. Denn während die letzten Jahre durch die Notenbankpolitik extrem geringe Bewegungen vorherrschten, wird sich die Schwankungsbreite nun wieder normalisieren“, prognostiziert Beer.  

Was kaufen?
„Unter den gegebenen Umständen fühlen wir uns mit einer Investition in europäischen und deutschen Blue Chips sehr wohl. Diese sind fair bewertet und bilanziell sehr gesund. Mit unseren Sicherungsinstrumenten fahren wir seit 14 Jahren eine risikoadjustierte Anlagepolitik. Das ist unsere Expertise und dabei fühlen wir uns wohl. Daher sind unsere Strategien bestens geeignet als Bausteine einer langfristigen Basisstrategie. Natürlich sind wir bei den Aufwärtsbewegungen nicht so stark dabei wie long only Strategien. Unsere Stärke spielen wir aus, wenn es mal wieder unerwartet schwieriger wird an den Märkten oder es zu überraschenden Entwicklungen kommt“, erklärt Beer abschließend mit Verweis auf die nachfolgend angeführten drei Strategien seines Hauses, die alle laut Fondsprospekt mindestens 51 Prozent Aktien halten: (aa)

LuxTopic - Systematic Return (vermögensverwaltender Fonds)

LuxTopic – Flex (vermögensverwaltender Fonds)

LuxTopic - Aktien Europa (risikoadjustierte Aktienstrategie)

 

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