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Riesen-IPO ante portas, ganz ohne SPAC

Es gibt sie also noch, die klassischen IPOs: Laut Bloombergs Informanten soll Cheplapharm Arzneimittel einen Börsengang noch in diesem Jahr erwägen. Es könnte einer der größten Börsengänge 2021 in Europa werden, dessen Wert sich auf bis zu acht Milliarden Euro belaufen könnte.

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Der IPO-Kandidat ist nicht der erste in Deutschalnd, der die gute Börsenentwicklung für eine Notierung nutzen möchte.
© Cheplapharm Arzneimittel GmbH

Das in Greifswald ansässige Unternehmen Cheplapharm Arzneimittel GmbH spricht bereits mit Beratern über eine mögliche Notierung. Dabei könnte das Geschäft mit sieben bis acht  Milliarden Euro bewerten werden, heißt es bei den Informanten von Bloomberg. Die Überlegungen seien in einem frühen Stadium, und es gebe keine Gewissheit, dass eine Transaktion stattfinden werde.

Cheplapharm wurde 1998 gegründet
Das Unternehmen befindet sich im Besitz der Familie Braun. Das Geschäft wurde durch Akquisitionen in Höhe von mehr als 1,9 Milliarden Euro aufgebaut. Das Unternehmen kauft etablierte Medikamente am Ende ihrer Reifephase von Pharmafirmen wie Roche oder AstraZeneca und hat Mittel zur Behandlungen von Herzerkrankungen, Krebs und Infektionskrankheiten im Portfolio.

Bislang war Cheplapharm nur am Anleihemarkt aktiv
Zuletzt platierte man eine Euro-Dollar Emission von rund einer Milliarde Euro im Oktober 2020. Die Bonds des Unternehmens waren nach der Meldung über einen möglichen IPO gefragt: Die 500-Millionen-Euro 2027er Anleihe verteuerte sich um 1,3 Cent je Euro auf 102 Cent, den höchsten Wert seit über einem Jahr.

Aggressiver Umsatzwachstum und hoher Leverage
Das Ratingunternehmen Fitch, das die Kreditwürdigkeit mit “B+” einstuft, schrieb in einem Bericht im Januar, Cheplapharm habe 2019 bei 561 Millionen Euro Umsatz ein operatives Ebitda von 49,6 Millionen Euro generiert. Der Leverage sei hoch und das würde absehbar auch so bleiben, da das “aggressive” Umsatzwachstum Vorrang vor Schuldenabbau hätte.

IPO-Schlange angesichts hoher Börsenbewertungen
Cheplapharm steht in einer langen Reihe deutscher Unternehmen von Sprachlern-App Babbel bis zur Dating-Plattform ParshipMeet, die derzeit einen Börsengang erwägen. Die hohen Bewertungen am Aktienmarkt machen den Schritt attraktiv. Bisher haben Unternehmen an europäischen Börsen mehr als 14 Milliarden Dollar durch Börsengänge eingesammelt, so von Bloomberg gesammelte Daten. Zum selben Zeitpunkt im Vorjahr sind es gerade einmal 1,4 Milliarden US-Dollar gewesen. (kb)

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