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Richard Kaye, Comgest: Japan ist auf dem richtigen Weg

Der Fondsmanager des Comgest Growth Japan bricht eine Lanze für japanische Aktien und nennt mehrere gute Gründe, die seinen Optimismus untermauern.

Richard Kaye, Portfoliomanager bei der Fondsgesellschaft Comgest.
Richard Kaye, Portfoliomanager des Aktienfonds Comgest Growth Japan
© Comgest

Richard Kaye, Portfoliomanager des Aktienfonds Comgest Growth Japan ist der Ansicht, dass die japanische Wirtschaft, seine Gesellschaft und seine Unternehmen auf einem guten Weg sind. Die Rekordurlaubszahlen in Japan anlässlich der Inthronisierung von Kronprinz Naruhito dürften einen unmittelbar positiven Effekt auf das BIP des Landes gezeigt haben, das Team rund um Premierminister Shinzo Abe setzt seine Reformpolitik in gesellschaftlichem Konsens fort und institutionelle Anleger aus Japan kehren an ihren heimatlichen Aktienmarkt zurück. „Die Dinge in Japan entwickeln sich weiterhin zum Positiven und der Grundstein für Quality Growth Stock Picking ist gelegt“, erklärt Kaye.

Zehn Tage Feiern führt zu mehr Konsum
Japan stand im Zeichen der Feierlichkeiten zur Inthronisierung von Kronprinz Naruhito. Zehn Tage lang – vom 27. April bis zum 6. Mai – waren Banken, Schulen, Regierungsbehörden und selbst die Börse in Tokio geschlossen. Damit feierte das fernöstliche Land seinen neuen Kaiser gebührend. Dessen Vater Kaiser Akihito dankte nach 31-jähriger Amtszeit am 30. April ab und übergab zum 1. Mai den Thron an seinen Sohn Naruhito.  

Der Wechsel des japanischen Staatsoberhauptes und die für japanische Verhältnisse unübliche Zahl von zehn aufeinanderfolgenden freien Tagen nahmen nach ersten Schätzungen des Reiseverbandes JTB eine Rekordzahl von 24,7 Millionen Japanern – etwa ein Fünftel der Gesamtbevölkerung – zum Anlass, Urlaub zu machen. Die meisten von ihnen dürften dabei im eigenen Land verreist sein, was einen unmittelbar positiven Effekt auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes für das laufende zweite Quartal haben dürfte. Die Hoffnung der Wirtschaft auf ein einträgliches Geschäft anlässlich der mehrtägigen Feierlichkeiten könnte sich aber auch schon deshalb erfüllen, weil der Kaiser-Wechsel nicht – wie üblich – durch den Tod des Tennō ausgelöst wurde, sondern erstmals seit rund zwei Jahrhunderten durch einen freiwilligen Rücktritt. Dadurch fühlen sich die Japaner nicht verpflichtet, sich wegen einer verhängten Staatstrauer in ihrem Konsum zurückzuhalten.  

„Team Abe“ weiterhin auf Reformkurs
Doch auch die Wiederwahl von Premierminister Shinzo Abe zum Chef der Liberaldemokratischen Partei im September letzten Jahres sowie der gesellschaftliche Konsens für eine Fortsetzung der Deregulierungsreform und lockeren Geldpolitik glichen die zuletzt wieder zunehmenden negativen Markteinflüsse, bedingt durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China, aus, die zuvor für eine gewisse Volatilität am japanischen Anlagemarkt gesorgt hatten.

„Diese Entwicklungen, sowie die jüngst zwischen der EU und Japan geschaffene weltweit größte Freihandelszone (EPA oder auch JEFTA), stimmen uns optimistisch, dass die japanische Wirtschaft die jahrzehntelange Phase von Deflation und Stagnation überwunden hat“, sagt Kaye.

Die Comgest in eigener Sache betont, hat in diesem Marktumfeld der Comgest Growth Japan (ISIN: IE0004767087) seinen Vergleichsindex erneut übertroffen. „Wir führen dies auf die Erkenntnis des Marktes zurück, dass die tatsächlichen Gewinne der Unternehmen, in die wir investieren, nach wie vor stark sind und wachsen“, betont Kaye. Diese Unternehmen werden zunehmend rational bewertet, da sich der andauernde Wandel des japanischen Marktes zu mehr Qualitätswachstum fortsetzt.

Dabei helfe auch, dass institutionelle Anleger aus Japan an ihren heimatlichen Aktienmarkt zurückkehren. „Dieser Trend dürfte sich kaum umkehren, denn die Zahl der Rentner im Land steigt und die Unterfinanzierung der Pensionskassen wird immer problematischer. Staatliche Anreize etwa durch Regelungen zur Unternehmensführung und -kontrolle beschleunigen diese Entwicklung“, erklärt Kaye abschließend. (aa) 

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