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Rezession kommt: Robeco veröffentlicht erwartete Renditen 2020-2024

Der Asset Manager Robeco hat seine jährlich erscheinende Publikation „Expected Returns“ für 2020-2024 veröffentlicht: Welche Renditen können Investoren in den nächsten fünf Jahren erwarten? Wie es aussieht, wird man wohl kleinere Brötchen backen müssen...

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Peter van der Welle, Strategieexperte bei Robeco
© Robeco

Aus Sicht von Robeco ist eine Rezession in den nächsten fünf Jahren unvermeidlich. Sie wird dazu führen, dass viele Anlagen Erträge unterhalb ihres historischen Durchschnitts abwerfen. Die nächste Rezession wird allerdings nicht die Tragweite der globalen Finanzkrise haben. Sie dürfte eher davon geprägt sein, dass es in Teilbereichen der Weltwirtschaft zu Übertreibungen kommt, die zusammengenommen stark genug sind, um das globale Wachstum abzuwürgen.

Aussichten für Staatsanleihen sind uneinheitlich
Da die Kurse riskanter Anlagen im Lauf des Jahres gestiegen sind, hat sich Geduld bisher als Tugend erwiesen – ähnlich dem Titel der Publikation aus dem Vorjahr. Auf Sicht von fünf Jahren hat Robeco seine Ertragsprognosen für die meisten Anlageklassen nach unten revidiert. Bei Staatsanleihen sind die Aussichten für die nächsten fünf Jahre uneinheitlich. Deutsche Bundesanleihen sind deutlich überbewertet, ihre Renditen dürften bei einem Anstieg der Inflation deutlich unterhalb der Geldmarktverzinsung verharren. Dagegen werden US-Staatsanleihen voraussichtlich am stärksten von einer einsetzenden Rezession profitieren, sodass ihre Erträge spürbar höher als die Geldmarktrendite ausfallen.

Bei Aktien werden die Erträge im Zeitverlauf abnehmen
Die Bewertungen stellen auch bei Aktien aus entwickelten Ländern einen Belastungsfaktor dar. Dennoch können ihre Erträge in der ersten Hälfte des Prognosezeitraums noch relativ solide ausfallen. Da Robeco aber für die zweite Hälfte eine Rezession erwartet, dürften die Erträge zum Ende des Prognosezeitraums hin nachlassen. Aktien aus Schwellenländern sind allgemein recht günstig. Dennoch hat Robeco die Ertragsprognose gegenüber den entwickelten Märkten beibehalten. Angesichts fortbestehenden Protektionismus ist lediglich mit einem Renditeaufschlag von 50 Basispunkten gegenüber Aktien aus entwickelten Ländern zu rechnen.

Rohstoffe stechen hervor
Für Unternehmensanleihen mit Investment Grade-Qualität sowie Hochzinspapiere wird das Makroumfeld zunehmend ungünstiger. Von daher erwartet Robeco, dass sich ihre Mehrerträge trotz neutraler Bewertungen unterhalb der historischen Durchschnitte bewegen. In Bezug auf den relativen Ertrag stechen Rohstoffe positiv hervor – hier bewegen sich die Erwartungen auf demselben Niveau wie im Vorjahr.

Erwartete jährliche Renditen 2020-2024

Alle Renditen sind auf Euro-Basis kalkuliert. Die Erträge von Anleihen und Geldmarktanlagen sind gegen Euro abgesichert; ausgenommen sind auf Lokalwährung lautende Anleihen aus Schwellenländern.

Quelle: Robeco

Das größere Risiko ist, sich zu früh aus riskanten Anlagen zurückzuziehen
Jaap Hoek, Portfoliostratege bei Robeco, erklärt: „Die Einschätzungen, die wir in dieser Publikation wiedergeben, basieren auf einer Fünf-Jahres-Prognose, die bis 2024 reicht. Damit geben wir einen Ausblick über kurz- und mittelfristige Entwicklungen hinaus, den unsere institutionellen und professionellen Kunden in ihre Portfoliokonstruktion einfließen lassen können und der ihnen ein tieferes Verständnis der Märkte vermittelt, in denen sie anlegen. Zwar haben wir unsere Erwartungen gesenkt. Allerdings sollten sich Anleger bewusst sein, dass das größere Risiko darin besteht, sich zu früh aus riskanten Anlagen zurückzuziehen. Wir erwarten, dass es in den wichtigsten Anlageklassen nach wie vor Chancen zur Erzielung von Risikoprämien gibt.“

Rezession bis 2024 ist unvermeidbar, Notenbanken müssen "Spiegelkabinett" verlassen
Peter van der Welle, Strategieexperte bei Robeco, ergänzt mit Blick auf die Kapitalmärkte: „Den Sommer über war das Geschehen an den Finanzmärkten wechselhaft. Darin spiegelten sich Sorgen der Anleger in Bezug auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie das nachlassende Wachstum der Weltwirtschaft wider. Eine wichtige Änderung in unserem aktuellen Ausblick ist die Abwärtskorrektur unserer Ertragserwartungen. Sie resultiert aus der Einschätzung, dass bis 2024 eine Rezession unvermeidbar ist. Für die Notenbanken ist es von essentieller Bedeutung, dem ‚Spiegelkabinett‘ zu entrinnen. Dies besteht darin, dass ihre geldpolitische Strategie in den Diskussionen der Marktteilnehmer eine zu zentrale Bedeutung einnimmt und sie versuchen, die Erwartungen des Markts in Form immer niedrigerer Zinsen zu erfüllen.” (kb)

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