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Rezession? Danske warnt vor Mutverlust

Danse Banks Chefstrategin Tine Choi warnt trotz eines bislang ambivalenten ersten Halbjahres davor, zu früh aus dem Lager der Bullen zu flüchten. Bei Aktien geht sie trotz des fortgeschrittenen Konjunkturzyklus' für die kommenden zwölf Monate von teilweise zweistelligen Kurspotenzialen aus.

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Da geht noch einiges – Danske warnt davor, zu früh vom Bullen abzusteigen. Investoren könnten Performances im zweistelligen Bereich auslassen.
© cutimage

2018 war für Anleger bisher ein gespaltenes Jahr. Das globale Wirtschaftswachstum ist solide und die Unternehmensgewinne schießen in die Höhe, aber trotzdem haben wir längere Phasen mit starken Marktschwankungen und Kursrückgängen erlebt.

„Bei Danske Bank haben wir das Jahr 2018 mit einer positiven Sicht auf Aktien begonnen, und wir gehen nach wie vor davon aus, dass der Aktienmarkt im kommenden Jahr gute Renditen liefern wird. Gleichzeitig müssen wir jedoch feststellen, dass viele Anleger anscheinend davon ausgehen, dass die nächste Rezession im Anmarsch ist“, erklärt Chefstrategin Tine Choi im neuen Quarterly House View von Danske Bank.

Sie weist darauf hin, dass viele Anleger seit dem Einbruch am Aktienmarkt im Februar nur zögerlich Risiken eingehen: „Es gibt mehrere Ursachen dafür, warum die Anleger so zurückhaltend sind. Zum einen ist der Wirtschaftsaufschwung in den USA in sein 10. Jahr eingetreten, was der zweitlängste Aufschwung seit dem Zweiten Weltkrieg ist. Das macht viele Anleger nervös, dass das Ende des Aufschwungs möglicherweise bald bevorsteht. Gleichzeitig sind wir in die spätzyklische Phase des Konjunkturaufschwungs eingetreten, wo das Wachstum an Fahrt verliert, und einige wirtschaftliche Kennzahlen schwächen sich allmählich ab“, führt Tine Choi aus.

Noch Luft nach oben
Der Chefstrategin zufolge ist es aber noch nicht an der Zeit, die Gewichtung in Aktien zu reduzieren - im Gegenteil. Danske Bank hat weiterhin eine Übergewichtung in Aktien und eine Untergewichtung in Anleihen.

„Auch wenn wir in die Spätphase des Aufschwungs eingetreten sind, kann er unseres Erachtens noch einige Jahre andauern. Der Konsum erfährt gute Unterstützung durch den robusten Arbeitsmarkt, und das gleiche gilt für die Investitionstätigkeiten der Unternehmen. Gleichzeitig sehen die Gewinnaussichten der Unternehmen weiterhin solide aus, obwohl das Gewinnwachstum dieses Jahr seinen Höhepunkt erreichen wird, da die Auswirkungen der US-Steuerreform allmählich nachlassen werden“, sagt Tine Choi.

Zweistelliges Potzenzial
Die Chefstrategin erwartet im Laufe der kommenden zwölf Monate eine Aktienrendite von 10-12 Prozent (in Lokalwährung). Als potenzielle künftige Unsicherheitsfaktoren nennt sie unter anderem die steigenden US-Zinsen, die in den letzten Wochen jedoch deutlich gefallen sind, die geopolitischen Probleme im Iran und in Nordkorea sowie Donald Trumps Handelskrieg. Dazu kommen die politische Unsicherheit in Italien und die Sorgen vor den möglichen Konsequenzen für den Euro. In der vergangenen Woche hat das zu hohen Marktschwankungen geführt. (hw)​



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