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Rentenchef: Warum in den USA 2025 Zinserhöhungen drohen könnten

Mark Dowding, Fixed Income CIO bei RBC BlueBay Asset Management, hält in den USA kommendes Jahr auch Zinserhöhungen möglich - falls sich die Konjunktur und die Inflation in eine von der Fed "unerwünschte" Richtung entwickeln sollten.

Mark Dowding, RBC Bluebay Asset Management
Mark Dowding, RBC Bluebay Asset Management© RBC Bluebay Asset Management

„Unmittelbar nach den US-Wahlen hatten die Marktschwankungen nachgelassen. Es ist interessant, dass sich die US-Anleiherenditen und -Aktienindizes im Vergleich zu den Niveaus unmittelbar vor der Abstimmung nicht wesentlich verändert haben. Die Bewegungen im Monat zuvor waren bemerkenswerter", rekapituliert Mark Dowding, Fixed Income CIO bei RBC BlueBay Asset Management, die Entwicklungen der letzten Tage.

Viele Anleger hatten mit einem sehr knappen und möglicherweise nicht eindeutigen Ergebnis gerechnet. Man hatte Dowding zufolge das Gefühl, dass die Marktteilnehmer die Wahl im Vorfeld so sehr aufgebauscht hatten, dass eine daraufhin nachlassende Volatilität fast unvermeidlich war.

Da die Wirtschaftsdaten nach wie vor positiv sind, wird laut Einschätzung von Dowding die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wahrscheinlich im Dezember dieses Jahres oder im Januar 2025 die vorerst letzte Zinssenkung des Minizyklus vornehmen und dann signalisieren, dass die Zinsen für eine gewisse Zeit auf Eis gelegt werden. So würden die Währungshüter zunächst die Maßnahmen von Donald Trump und seinem Team bewerten, bevor sie im Jahr 2025 weitere Schritte unternehmen.

"Einerseits sind deutliche weitere Zinssenkungen möglich, sollten sich die Konjunktur abschwächen und die Rezessionsgefahr wieder aufflammen. Es ist jedoch genauso gut möglich, dass die Fed im nächsten Jahr um diese Zeit aufgrund von Inflationsrisiken eine Zinserhöhung vornimmt", prognostiziert Dowding abschießend. (aa)

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