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Renditeziel institutioneller Investoren beträgt langfristig 2,44% p.a.

"Knapp 40 Prozent der Institutionellen planen allerdings in naher Zukunft, entweder die Risikovorgaben oder das Renditeziel zu ändern", sagt Dr. Markus Ploner, vormals Geschäftsführer der IQAM Invest, nun Herausgeber einer Studie und geschäftsführender Gesellschafter von mp-consult gmbh.

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Dr. Markus Ploner, Herausgeber der Studie und geschäftsführender
Gesellschafter der mp-consult gmbh in Salzburg
© mp-consult gmbh

Österreichische institutionelle Investoren sind wie alle Investoren weltweit seit Jahren mit historisch niedrigen Zinsen konfrontiert. Im Gegensatz zu vergangenen Perioden müssen Investoren aufgrund dieses Zinsniveaus zur Erreichung der gesteckten Renditeziele entweder systematisch mehr Risiko zulassen, oder aber die Renditeziele reduzieren. In einer Umfrage unter 127 institutionellen Investoren hat mp-consult gmbh hinterfragt, wie in diesem Umfeld reagiert werden soll. 

Institutionelle Investoren halten durchschnittlich 25 Prozent Aktien
„Österreichische institutionelle Investoren sind mit durchschnittlich 25 Prozent Aktien, 15 Prozent alternativer Investments und 60 Prozent Anleihen immer noch recht traditionell investiert“, hält Dr. Markus Ploner, Herausgeber der Studie und geschäftsführender
Gesellschafter von mp-consult gmbh fest. „Die nominellen Ertragsziele von 2,44 Prozent p.a. werden allerdings mit diesen Portfolios beim aktuellen Zinsniveau nicht einfach zu erreichen sein“, so Ploner weiter. Knapp 40 Prozent der befragten Investoren planen, in naher Zukunft daher entweder die Risikovorgaben oder das Renditeziel zu ändern.

Anteil nicht-traditioneller Vermögenswerte soll erhöht werden
Abgesehen von der Adaptierung der Risikovorgaben und der Renditeziele sollen sich aber auch die Portfolios in naher Zukunft maßgeblich ändern. Dabei sollen in erster Linie illiquide Vermögenswerte wie Infrastruktur, Private Debt und Private Equity, aber auch Wandelanleihen aufgebaut werden. Die Auswahl neuer Assetklassen wird dabei nicht nur von den institutionellen Anleger selbst getroffen. So greifen beispielsweise 45 Prozent der österreichischen institutionellen Investoren bei der Entscheidung zur Asset Allokation auf externe Dienste zurück.

Risikomanagement weiterhin von hoher Bedeutung
„Durch das aktuelle Zinsniveau hat die Bedeutung von Risikomanagement nochmals
deutlich zugenommen“, so Ploner. Bei 47,20 Prozent der Befragten erfolgt eine explizite
Begrenzung des absoluten Anlagerisikos (anhand der Volatilität oder des Value at Risk) und bei 26,40 Prozent die Umsetzung einer Wertsicherung in Form von einem maximalen Verlust pro Kalenderjahr oder von einem erzielten Höchststand. 

Nachhaltigkeit ist bei institutionellen Anlegern angekommen
Nachhaltigkeit spielt gemäß der Studie bei rund drei Viertel der österreichischen
Institutionellen eine Rolle. 31,93 Prozent dieser Investoren greifen dabei auf klar definierte interne Regeln zurück, 8,40 Prozent ziehen externe Regeln heran. 46,22 Prozent  berücksichtigen Nachhaltigkeit so gut wie möglich. (kb)
 

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