Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Ad

Gute Wachstumsaussichten für Devisenoptionen

Erneute Fokussierung auf elektronischen Handel als Grundvoraussetzung für langfristiges Wachstum bei Devisenoptionen. Weiterlesen.

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

Renditen europäischer Wohnimmobilien auf neuem Rekordtief

Die quantitative Lockerung der Geldpolitik der EZB hat zu einem beispiellosen Kapitalzufluss in Wohnimmobilien auf den europäischen Märkten geführt. Anleger schichten von Geldmarkt und Anleihen mit negativen Renditen immer stärker auf Immobilien um.

_dsc3007.jpg
Prof. Dr. Thomas Beyerle, Head of Group Research bei Catella
© FONDS professionell

Die Untersuchungen aus dem jüngsten "Residential Market Tracker" des europäischen Immobilien-Investmentmanagers Catella zeigen, dass die durchschnittlichen Mietrenditen bei Wohnungen im Verhältnis zu den Verkaufspreisen mittlerweile den niedrigsten Stand seit 40 Jahren erreicht haben.

Wohnimmobilienrenditen auf 40-Jahres-Tief
Beyerle erläutert: „Eine so starke Differenz zwischen Mietrenditen und steigenden Verkaufspreisen ist in Europa seit der hohen Vermögensinflation der späten 70er-Jahre nicht mehr zu beobachten gewesen. Die wichtigsten monetären, wirtschaftlichen und demografischen Megatrends laufen an den Wohnungsmärkten extrem zusammen. Beschleunigte Urbanisierungsströme und der zunehmend hohe Preisniveau von Immobilien in den Zentren von Großstädten sorgen dafür, dass die hohe Nachfrage das Angebot an Mietwohnungen sowohl von privaten als auch von institutionellen Investoren fast vollständig aufsaugt. Von Norwegen bis Spanien und von Frankreich bis Polen beobachten wir darüber hinaus, dass Wohnungsbauprojekte nach den gleichen Standards mit vergleichbaren Investmentcharakteristika umgesetzt werden und so wirklich ein nie dagewesener fungibler paneuropäischer Wohnungsmarkt für Investoren geschaffen wird.”

Deutschland und Niederlande mit höchsten Investitionsaktivitäten
Diese beiden Länder, in denen Medien und Politiker ihre Kritik an der Niedrigzinspolitik der EZB am deutlichsten zum Ausdruck gebracht haben, sind auch jene beiden Märkte, in denen die Investitionsaktivitäten am höchsten waren. Das von Catella erfasste Transaktionsvolumen im Bereich Wohnimmobilien beträgt in den 19 analysierten Ländern im ersten Halbjahr 2019 insgesamt 22,7 Milliarden Euro. Davon entfielen 30 Prozent auf Deutschland und 21 Prozent auf die Niederlande.

Institutionelle holen bei Wohnimmobilien auf: 2018 Nummer zwei hinter Büroimmobilien
Rund 85 Prozent der Kapitalströme in Wohnimmobilieninvestments stammen von europäischen Privatanlegern; institutionelle Anleger holen hier jedoch zunehmend auf. Das Investmentgeschäft im Bereich institutioneller Wohnimmobilien hat in der zweiten Jahreshälfte 2018 in Europa erstmals den Wert von Einzelhandelsimmobilieninvestitionen übertroffen. Der stationäre Einzelhandel hat insbesondere durch die rasant wachsende E-Commerce Branche mit strukturellen Veränderungen zu kämpfen. Der Wohninvestmentmarkt hat sich in den letzten zwölf Monaten, gemessen am Transaktionsvolumen, zur zweitgrößten Assetklasse hinter Büroimmobilien in Europa entwickelt.

Einzelhandelsimmobilien-Boom war gestern
Zuvor waren Einzelhandelsimmobilien mit stabilem Cashflow die tragende Säule der institutionellen Immobilientransaktionen. Nun gibt es Anzeichen dafür, dass Pensionsfonds und Versicherungen ihre Immobilienportfolioallokation – die ihrerseits von den Einnahmen aus negativ verzinslichen Staats- und Unternehmensanleihen profitiert hat – in den defensiveren breit angelegten „Living“-Sektor mit Wohnungen, Studentenunterkünften, Pflegeheimen, Seniorenresidenzen und Hotels verlagern.

Was sich seit dem letzten „Residential-Market-Tracker“ geändert hat
Seit Catellas letztem „Residential-Market-Tracker“ aus dem ersten Quartal 2018 ist die durchschnittliche Spitzenrendite in Europa in 15 Monaten um 25 Basispunkte auf 3,72 Prozent  gesunken und liegt erstmals unter der Spitzenrendite für Büroimmobilien. Die niedrigsten Renditen auf den europäischen Wohnungsmärkten werden in Stockholm (1,75 Prozent) und Zürich (1,90 Prozent) erzielt, die höchsten in den osteuropäischen Städten Riga (5,75 Prozent) und Breslau (5,40 Prozent).

Mietpreisdispersion in Europa
Die durchschnittliche monatliche Wohnungsmiete (für Gebäude aller Baujahre) in den 59 unter- suchten Städten beträgt derzeit 15,13 Euro pro Quadratmeter. Die günstigsten Mietpreise für Wohnungen sind in der lettischen Hauptstadt Riga zu finden (8,50 Euro/m²), gefolgt von der bel- gischen Stadt Lüttich. Im Durchschnitt geben die Einwohner von Genf (28,50 Euro/m²), Paris (27,90 Euro/m²) und Dublin (25,99 Euro/m2) das meiste Geld für Mietwohnungen aus. Unter den anderen europäischen Städten erreichen nur Oslo und Luxemburg durchschnittliche Monats- mieten von knapp 25 Euro pro Quadratmeter.

Fallweise moderate Renditekompression in einzelnen Ländern noch möglich
Prof. Dr. Thomas Beyerle, schloss daraus: „Wir glauben, dass wir an den europäischen Wohnungsmärkten, die nach derzeitigem Stand über dem europäischen Durchschnitt liegen, noch eine gewisse weitere moderate Renditekompression und damit Preissteigerungen registrieren werden. Utrecht und Eindhoven in den Niederlanden, Helsinki in Finnland und Sevilla in Spanien sind daher Beispiele für Städte, die Catella genau im Blick behält.“

Das paneuropäische Wohnimmobiliengeschäft der schwedischen Catella AB umfasst Portfolio- management, Akquisition und Verkauf sowie Asset Management. Die grenzüberschreitende Plattform für Wohnimmobilieninvestment von Catella ist die größte und am stärksten diversifizierte in Europa und verwaltet und berät eine Reihe von Fonds und Mandaten mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 3,0 Milliarden Euro in neun Ländern. (kb)

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

CATELLA
Prof. Dr. Thomas Beyerle

Head of Group Research

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren