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Rendite 30-jähriger US-Treasuries nähert sich Zwei-Dekaden-Hoch

Die Sekundärmarktrenditen 30-jähriger US-Staatsanleihen erreichten zu Wochenanfang ein Niveau, das zuletzt vor rund 20 Jahren gesehen wurde. Für das lange Ende der Zinskurve spricht derzeit fast nichts.

© Alexandr Peers / stock.adobe.com/KI-generiert

Eckpunkte:

  • US-Anleihen standen zuletzt stark unter Druck:
  • Die Rendite 30-jähriger Bonds nähert sich einem Zwei-Dekaden-Hoch
  • Experten raten vom langen Ende der Zinsstrukturkurve ab

Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen hat jüngst den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten erreicht. Darin spiegeln sich die Sorgen der Anleger über stark steigende Staatsausgaben, eine Flut von Emissionen langlaufender Anleihen und eine Inflation wider, die seit fünf Jahren über dem Ziel der Federal Reserve verharrt. Das ist einem Bloomberg-Bericht zu entnehmen.

Steigende Renditen am langen Ende allerorten
Die Rendite der Long Bonds stieg am Montag um fast sechs Basispunkte auf 5,31 Prozent. Damit übertraf sie das Hoch aus dem vergangenen Monat und erreichte den höchsten Stand seit 2007. Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich am kanadischen Anleihemarkt. Dort stieg die Rendite 30-jähriger Papiere auf den höchsten Stand seit 2010. In Europa haben die Renditen deutscher Bundesanleihen das Niveau von 2011 erreicht.

Der Renditeanstieg in den USA, der die Finanzierungskosten Washingtons nach oben treibt, ist Teil einer breiteren globalen Verschiebung. Anleger verlangen eine höhere Entschädigung für das Risiko einer anhaltend hohen Inflation, die die kurzfristigen Zinsen voraussichtlich auf erhöhtem Niveau halten wird.

Gleich mehrereFaktoren treiben die Renditen hoch
Schub für die Renditen kommt zudem von der Zunahme der Unternehmensverschuldung zur Finanzierung des Investitionsbooms bei Künstlicher Intelligenz und der nachlassenden Nachfrage traditioneller Käufer langlaufender Anleihen.

Gleichzeitig treiben die jährlichen Defizite der amerikanischen Bundesregierung von fast zwei Billionen Dollar die Staatsverschuldung weiter nach oben, merkt Bloomberg an.

Für das lange Ende spricht derzeit fast nichts...
“Wir haben davon abgeraten, gegen den Ausverkauf am langen Ende zu setzen, und tun dies weiterhin”, sagte Anshul Pradhan, Chef der US-Staatsanleihestrategie bei Barclays. “Eine konstruktive Einschätzung würde eine Kombination aus einer negativen fiskalischen Überraschung, einer langsameren KI-bezogenen Emissionstätigkeit, einer Änderung der Emissionsstrategie des Finanzministeriums und einer anhaltenden Serie schwacher Konjunkturdaten erfordern.” (aa)

Steigende Renditen bei ausgewählten, internationalen, staatlichen Emittenten

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