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Ratings und Renditen

Capital Owners wollen bei ihren Impact-Investments möglichst dort investieren, wo ihr Geld die höchste Wirkung erzielt. Dazu muss der Wirkungsgrad messbar gemacht werden – was nicht immer leicht ist. Inzwischen gibt jedoch diverse Daten- und Ratinganbieter im Impact-Bereich.

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Bei der Wirkungsmessung steckt man noch sehr in den Anfängen, aber die Entwicklung ist im Gange. Viele Marktteilnehmer wünschen sich anerkannte Standards, die global gelten. Aber so weit ist man noch nicht. Bei Finanzkennzahlen hat es viele Jahrzehnte gedauert, sich auf international anerkannte Standards zu einigen.
© andrey popov

Bei der Messung der Zielerreichung stoßen Impact-Investoren oft an ihre Grenzen: Es gibt außer den eigenen Zeitreihen kaum Vergleiche. Oft fehlt die Benchmark zu ähnlich gelagerten Organisationen oder Projekten. „So ist das, wenn Sie ein echter Impact-Investor sind. Dann sind Sie im Regelfall Pionier in Ihrem Bereich. Das bedeutet auch, dass Sie keine Vergleichszahlen von anderen haben“, meint Nick Parsons, Head of Research & ESG Policy bei der Thomas­Lloyd Group. „Wenn Sie die 50. Organisation mit demselben Ziel sind, haben Sie zwar gute Vergleichszahlen, aber Ihr Impact ist nicht mehr so groß, wie wenn Sie der Erste sind.“

Während ThomasLloyd die Daten selbst zusammenstellt und verarbeitet, holen sich die meisten Anbieter externe Hilfe von ­Datenlieferanten, die es mittlerweile in großer Zahl gibt. Beispielsweise das börsen­notierte französische Beteiligungsunternehmen Eurazeo, das aktuell dabei ist, einen Private-Equity-Fonds mit Schwerpunkt auf ökologischen Wandel im maritimen Sektor aufzulegen.

„Neben der Erzielung einer finanziellen Rendite hat der Fonds das Ziel, zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und der besonders luftschädlichen Emissionen von Schwefeloxiden (Sox) und Stickoxiden (NOx) beizutragen“, erklärt Flak. „Die Emissionsminderungen werden dabei von unserem Wirtschaftsprüfer PwC gemessen. Die Methodik zur Erhebung wurde von Carbone 4, einem unabhängigen Umwelt-Consultant, überprüft.“

Pionierarbeit
Phineo aus Berlin hat bei der Vermessung der Impact-Welt wichtige Pionierarbeit geleistet und wurde unter anderem von BMW-Erbin und Unternehmerin Susanne Klatten mit der Wirkungsmessung ihrer Projekte beauftragt. Klatten unterstützt mit ihrer Skala-Initiative Projekte aus verschiedenen Bereichen wie „Inklusion und Teilhabe“ oder „Brücke zwischen den Generationen“. Sie wollte sie das Geld in Projekte fließen lassen, die maximale Wirkung im Hinblick auf das angestrebte Ziel erreichen. Klatten dazu: „Mir geht es nicht nur darum, Geld zu spenden. Viel wichtiger: Ich möchte meine Mittel so wirkungsvoll wie möglich einsetzen.“Stephanie Petrick, Senior

Advisor Impact Investing bei Phineo, ist zunächst eine Trennlinie wichtig: „Impact Investing verbindet eine finanzielle Rendite mit einem gesellschaftlichen Mehrwert. Oft wird es mit dem ESG oder Sustainable Investing in einem Atemzug genannt, es sind aber zwei unterschiedliche Herangehensweisen. Mit Impact Investing will man ein soziales oder ökologisches Problem lösen. Mit Sustainable und Responsible Investing versucht man, bei bestehenden Geldanlagen die Risiken in Bezug auf ökologische, soziale und Governance-Themen zu minimieren.“ Petrick hebt in Bezug auf die Impact-Messung hervor: „Hier geht es nicht um ­eine Zahl für die finanzielle Wertentwicklung oder den CO2-Fußabdruck eines Investments. Beim Impact Investing ist die Wirkungsmessung individuell und hängt stark von den persönlichen Zielen ab.“

Eine unfängliche Liste  – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – zu Unternehmen, die im Bereich Impact Daten, Ratings um andere Vermessungsmethoden anbieten, finden Sie im zweiten Bild der oben angeführten Galerie – einfach in das Bild oben klicken. Die ausführliche Analyse finden Sie in in der gedruckten Institutional Money Impact-Sonderausgabe 2 | 2021 oder im E-Magazin. (ad/hw)

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