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Hausse in China: Käufe auf Kredit erreichen langjähriges Top

Chinesische Anleger haben so viel Geld wie nie zuvor geliehen, um heimische Aktien zu kaufen – und befeuern damit eine Rally, die seit Monaten auf reichlich Liquidität basiert.

© GHArtwork / stock.adobe.com/KI-generiert

Chinesische Anleger kaufen immer mehr Aktien auf Pump, berichtet Bloomberg News. Das Volumen der sogenannten Margin-Trades stieg am Montag an Chinas Onshore-Aktienmarkt auf 2,28 Billionen Yuan (320 Milliarden Dollar) und übertraf damit den bisherigen Rekord von 2,27 Billionen Yuan aus dem Jahr 2015. Händler bauten solche gehebelten Positionen im August an fast allen Handelstagen auf – nur an drei Sitzungen nicht, wie Bloomberg anmerkt.

Neue Fantasie setzt Anlegergelder in Bewegung
Seit April hat die zweitgrößte Börse der Welt überraschend kräftig zugelegt. Dazu trugen Hoffnungen bei, dass Chinas Fortschritte bei künstlicher Intelligenz und Maßnahmen gegen Überkapazitäten das Wirtschaftswachstum ankurbeln. Ohne starke fiskalische oder geldpolitische Impulse gilt es als entscheidend, ob private Haushalte einen Teil ihrer 23 Billionen Dollar Bargeldreserven an die Börse bringen.

“Margin-Finanzierung war wahrscheinlich die Hauptquelle neuer Mittel, die im August in den Aktienmarkt flossen”, erklärte Zhang Xia von China Merchants Securities. Aktive Aktienfonds hätten Nettokäufe verzeichnet, und das Volumen registrierter, aktienorientierter Hedgefonds sei seit Juli deutlich gestiegen. “Alles deutet darauf hin, dass Einheimische beginnen, ihre Allokation am Aktienmarkt zu verstärken”, so der Analyst.

Der Onshore-Index CSI 300 legte im August um zehn Prozent zu – das ist die beste Monatsbilanz seit September des Vorjahres, als eine Politikoffensive eine kurze Rally auslöste. Damit gehörte der Index weltweit zu den Top-Performern. Am Dienstag verlor er allerdings 0,8 Prozent und beendete damit eine dreitägige Gewinnserie. (aa)

Aktienkäufe auf Kredit erreichen bedenkliches Niveau

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