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Private Equity & Co. sind bei Institutionellen weiter gefragt

Investments abseits der Börsen stehen bei institutionellen Anlegern weltweit weiterhin hoch im Kurs. Beinahe neun von zehn Investoren erwarten, dass Anlagen in den sogenannten Private Markets eine höhere Rendite als Investments im börsennotierten Bereich einbringen.

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„Microsoft hat heute einen Marktwehrt von 2,2 Billionen US-Dollar. Beim Börsengang waren es lediglich 600 Millionen US-Dollar. Das nächste Microsoft wird es nicht mehr für 600 Millionen Dollar geben. Ein Großteil der Wertschaffung findet heute im Private Equity-Bereich statt“, sagt Andreas Köster (Bild), CIO von Union Investment.
© Union Investment

Dass nicht gelistete Investments höhere Renditen erwarten lassen und daher hoch im Kurs bei Institutionellen stehen, ist das zentrale Ergebnis einer Studie des US-amerikanischen Private Equity-Hauses Adams Street Partners (ASP) in Zusammenarbeit mit der „Intelligence Unit“ des Magazins The Economist. „Weil es in den Private Markets in erster Linie um Sektoren geht, die Veränderung und Wachstum erleben, können sie oft auch bessere durch unsichere Gewässer navigieren“, sagt Jeff Diehl, Managing Partner bei ASP.

Mission accomplished in 2021
Im Jahr 2021 haben die Privatmärkte die höhere Renditeerwartung der Investoren eindrucksvoll erfüllt. Alle in der Studie untersuchten Segmente des Private Equity-Markets schnitten besser ab als die breiten Aktienmärkte. Venture Capital-Investitionen in den USA waren mit einer Wertentwicklung von über 80 Prozent per 30. September 2021 das mit Abstand stärkste Segment.

Der Vorsprung der USA ist jedoch offenbar nicht in Stein gemeißelt
Im Blick nach vorn messen die Investoren Europa beinahe genauso große Chancen bei wie den USA. Beide Regionen sind für jeweils  rund ein Viertel der Investoren (USA: 24 Prozent, Europa: 23 Prozent) die aussichtsreichste Anlageregion und liegen damit dicht hintereinander an der Spitze. Dahinter folgen einzelne Märkte der Region Asien-Pazifik, die allerdings die Spitzenposition einnähmen, würde man sie als Ganzes betrachten. 

Drei Branchen besonders gesucht
Gefragt nach den aussichtsreichsten Branchen, sehen die Investoren die größten Chancen in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Technologie sowie Gesundheit. Insbesondere die Finanzbranche konnte ihren Spitzenplatz festigen, da sie von 39 Prozent (Vorjahr: 38 Prozent) der Profi-Anleger als besonders vielversprechend gesehen wird, während der Technologie-Sektor unverändert attraktiv gesehen wird und der Bereich Gesundheit mit 26 Prozent (Vorjahr 32 Prozent) sogar an Attraktivität verloren hat. 

Kryptos ziehen Interesse auf sich, Investments werden folgen
Beinahe alle Investoren teilen derweil ein ausgeprägtes Interesse an der Blockchain-Technologie und an Krypto-Vermögenswerten. Neun von zehn institutionellen Investoren (92 Prozent) werden innerhalb der nächsten zwei Jahre wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich in diesem Bereich investieren. Bereits 2021 gab es in diesem Sektor weltweit rund 2.000 Deals im Gesamtvolumen von 30,4 Milliarden US-Dollar. 

IPOs heute eher später als früher
Ein Trend, der die Attraktivität der Private Markets insgesamt weiter untermauert, ist die Neigung vieler Wachstumsunternehmen, länger bis zum Börsengang zu warten: Zwischen 1980 und 2000 brauchte es im Schnitt sechseinhalb Jahre von der Gründung bis zum IPO – heute sind es dagegen eher zehn Jahre. (kb)

 

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