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Private Credit: Der nächste Nadelstich

Der Ares Strategic Income Fund begrenzt erneut Anteilsrücknahmen. Im zweiten Quartal des Jahres verlangten Anleger Rückkäufe von 14,4 Prozent der Anteile, bedient werden zunächst aber nur fünf Prozent. Ares verweist zugleich auf stabile Nachfrage und zweistellige Renditen.

Ein Teil der Rücknameanträge wurde vom Ares-Management nicht bedient.
Ein Teil der Rücknameanträge wurde vom Ares-Management nicht bedient.© Lauren Justice/Blo / Bloomberg

ECKPUNKTE:

  • Der 22,6 Milliarden US-Dollar schwere Ares Strategic Income Fund kappt Rücknahmen das zweite Quartal in Folge.
  • Die Rückgabewünsche stiegen im zweiten Quartal auf 14,4 Prozent, nach 11,6 Prozent im ersten Quartal.
  • Ares verweist auf robuste Nachfrage aus dem US-Private-Wealth-Kanal und eine annualisierte Rendite von 10,3 Prozent seit Fondsstart.

Der Ares Strategic Income Fund begrenzt zum zweiten Mal in Folge die Anteilsrücknahmen. Wie aus einer Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht, will der 22,6 Milliarden US-Dollar schwere Private-Credit-Fonds Investoren zunächst Rückkäufe im Umfang von fünf Prozent ihrer Anteile ermöglichen. Die tatsächlichen Rückgabewünsche lagen im zweiten Quartal jedoch bei 14,4 Prozent.

Damit hat sich der Rücknahmedruck gegenüber dem ersten Quartal weiter erhöht. Damals hatten Anleger Rückgaben im Umfang von 11,6 Prozent beantragt. Bloomberg wertet die Entwicklung als weiteres Zeichen dafür, dass die 1,8 Billionen US-Dollar schwere Private-Credit-Branche unter Druck bleibt. Auch andere Anbieter wie Apollo Global Management, BlackRock und Cliffwater verzeichneten im zweiten Quartal höhere Rückgabewünsche, nachdem Investoren zuvor nicht vollständig zum Zug gekommen waren und erneut Liquidität abrufen wollten.

Anträge konzentriert
Ares betonte in einem Brief an die Anteilseigner, dass nahezu die Hälfte der Rückkaufanträge von kleineren Institutionen und Family Offices kam, die überwiegend außerhalb der USA ansässig sind. Diese Investoren machten weniger als ein Prozent der mehr als 20.000 Anteilseigner des Fonds aus. Fast zwei Drittel der Anträge stammten zudem von Investoren, die bereits im vorangegangenen Quartal Rückgaben beantragt hatten.

Gleichzeitig verweist der Fonds auf die aus seiner Sicht weiter stabile Nachfrage aus dem US-Private-Wealth-Geschäft. Rückkaufanträge aus diesem Kanal, dem größten Segment der Investorenbasis des ASIF, hätten lediglich 2,4 Prozent der ausstehenden Stammanteile ausgemacht. Die neuen Rückgabewünsche dieser Kundengruppe seien gegenüber dem Vorquartal um mehr als 35 Prozent gesunken.

Ares stellt in Aussicht, dass die im zweiten Quartal nicht erfüllten Rückkaufanträge bis Jahresende weitgehend bedient werden könnten, sofern die künftige Nachfrage in etwa den noch offenen Anträgen aus dem Vorquartal entspricht. Seit Auflegung habe der Fonds eine annualisierte Gesamtrendite von 10,3 Prozent erzielt, was einem Aufschlag von 1,87 Prozentpunkten gegenüber öffentlich syndizierten Bank Loans entspreche. (hw/bloomberg)

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