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Premiere der „negativen“ Art bei 30-jährigen Bundesanleihen

Erreichten die Sekundärmarktrenditen über alle Laufzeiten deutscher Bundesanleihen bereits seit Monatsanfang das Negativterrain, ist nun auch die Primärmarktrendite bei 30-jährigen Bundesanleihen im Minusbereich.

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© styleuneed / stock.adobe.com

Die Deutsche Finanzagentur verdient erstmals bei 30-jährigen Bundesanleihen Geld. Wie „Reuters“ unter Berufung auf Daten der Deutschen Finanzagentur berichtet, lag die durchschnittliche Rendite der jüngsten 824 Millionen Euro schweren Auktion bei minus 0,11 Prozent. Damit sind Investoren nach den allen anderen, kürzeren Laufzeiten auch bei 30-jährigen Bunds bereit, einen sicheren Verlust im Falle einer Buy-and-Hold-Strategie bis Anleihenlaufzeitende zu akzeptieren.

Investoren flüchten seit einiger Zeit besonders stark in deutsche Bundesanleihen als sicherer Hafen ungeachtet von deren Rendite. Sie hoffen auf Sicherheit bzw. auf weiter steigende Kurse im Falle noch niedrigerer bzw. negativer Zinsen. Darüber hinaus wird auf zukünftige Käufe der EZB spekuliert, die Investoren die überteuerten Papiere im Idealfall noch teurer abkaufen könnte. Bislang ging die Spekulation auf: So konnten Investoren allein seit Jahresanfang mit deutschen Bundesanleihen 30-jähriger Laufzeit um die 28 Prozent verdienen (Total Return). (aa)

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