Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

Premier Sugas erste Reformen: mehr Mikro als Makro

Japans neuer Premier Yoshihide Suga dürfte die “Abenomics” seines Vorgängers fortführen, aber auch eigene Initiativen auf den Weg bringen. Nikko AM bewertet die Konsequenzen dieser Initiativen für Japans Aktienmarkt und geht der Frage nach: Werden viele Anleger dem Beispiel Warren Buffetts folgen?

Naoki Kamiyama
Naoki Kamiyama, Chefstratege bei Nikko AM
© Nikko AM

Von den Initiativen, die Suga ergreifen möchte, sind die Senkung der Mobiltelefongebühren und die Konsolidierung der angeschlagenen Regionalbanken jene mit den stärksten Auswirkungen auf den Markt. Anders als die Abenomics konzentrieren sich beide Vorhaben auf einzel- (mikro-ökonomische) statt auf gesamtwirtschaftliche (makro-ökonomische) Aspekte der Wirtschaft. Sie werden weder zu neuen Innovationen führen noch die Wirtschaft kurzfristig ankurbeln. Langfristig sind sie jedoch positiv für die Wirtschaft, da sie erhebliche Ineffizienzen beseitigen. 

Wann lässt Sugo wählen?
Von besonderem Interesse für Märkte und Investoren ist die Frage, ob Suga sein Ansehen konsolidieren und eine stabile, langfristige Regierung aufbauen kann. Viele Marktteilnehmer erwarten eine vorgezogene Wahl noch vor Jahresende, solange seine Unterstützungswerte hoch sind und bei der Opposition Unruhe herrscht. Womöglich wartet Suga jedoch mit der Abstimmung bis zum kommenden Jahr. So oder so werden die Märkte einen Wahlsieg Sugas positiv bewerten, insbesondere wenn er mit überwältigender Mehrheit gewinnt. 

Buffett als Wegbereiter? 
Warren Buffett sorgte kürzlich mit Investments in fünf der größten japanischen Handelsunternehmen für Aufregung an den Märkten, zumal Buffett der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt zuvor wenig Aufmerksamkeit geschenkt hatte. 

Abwarten ist bei den Auslandsinvestoren wohl eher angesagt
Ausländische Investoren werden seinem Beispiel jedoch nicht sofort folgen und in großem Stil in Japan investieren. Buffetts Berkshire Hathaway ist ein auf vielen Geschäftsfeldern tätiges Konglomerat, unter anderem in der Energiebranche. Daher könnte das Investment in Handelsunternehmen, die selbst stark in der Energieindustrie engagiert sind, auch dadurch motiviert sein, nützliche Geschäftsbeziehungen knüpfen zu wollen. 

Buffetts Engagement ist auf jeden Fall positiv für den Kabutocho
"Für den japanischen Aktienmarkt ist Berkshire Hathaways neuer Fokus auf Japan trotzdem positiv. Solche bedeutenden Investments des Orakels von Omaha sind von umfangreicher Medienberichterstattung begleitet. Dies schafft zusätzliche Anerkennung für den japanischen Aktienmarkt, was für ausländische Anleger die Gelegenheit ist, dort unterbewertete Aktien in großer Vielfalt zu entdecken", weiß Chefstratege Naoki Kamiyama. (kb)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren