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Pioneer-Verkauf: Nur noch Amundi am Verhandlungstisch

Die französische Fonds-Gesellschaft Amundi befindet sich laut Eigenangaben mit Unicredit bezüglich des Pioneer-Verkaufs in Exklusiv-Gesprächen. An Tag eins nach dem Italien-Referendum hatte sich der letzte verbleibende Mitbieter aus dem Übernahmepoker zurückgezogen.

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Amundi-CEO Yves Perrierzeigte bei der Jagd nach der Unicredit-Tochter die größte Entschlossenheit - und wahrscheinlich auch die größte Brieftasche ...
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Einen Tag nach dem Referendum in Italien geht die in Turbulenzen steckende Großbank Unicredit beim Verkauf der Fonds-Tochter Pioneer in die nächste Phase – zumindest hat das der französische Pioneer-Mitbewerber Amundi verlautbart, wonach man sich mit den Italienern „in exklusiven Gesprächen“ befinde. 

Damit haben sich die Franzosen im Bieterwettstreit gegen eine ganze Reihe an prestigeträchtigen Namen durchgesetzt. Am Ende hatte nur noch ein Konsortium von Poste Italiane, Anima Holding und Cassa Depositi e Prestiti dagegengehalten. 

Hohe Bewertung

Im Endeffekt dürfte es sich bei Unicredit nicht so sehr um operative oder markttechnische Forderungen gehandelt haben, es dürfte stattdessen schlicht um den Preis gegangen sein. Ein solcher steht zwar offiziell nicht fest, aus dem Feld geschlagene Konkurrenten hatten aber bereits zuvor aus dem Nähkästchen geplaudert: So hatte beispielsweise Martin Gilbert, Vorstandschef der britischen Fondsgesellschaft Aberdeen gemeint, der voraussichtliche Preis von 3,5 Milliarden Euro sei schlicht zu hoch: "Wir können uns das nicht leisten.“

Stellt sich die Frage, ob diese Summe angesichts des Referendum-Ausgangs auch so hält. Unicredit braucht den Verkauf der Fondstochter wahrscheinlich mehr, als die auf Expansion eingestellte Amundi den Kauf. Dass sich mit der einzigen verbliebenen Gegenpartei ein rein italienisches Konsortium aus dem Poker zurückgezogen hat, spricht bezüglich der Drucks, unter dem die italienische Finanzwirtschaft steht, ebenfalls Bände. 

Unicredit versucht ja, Kapital über sieben Milliarden Euro aufzustellen. Das kann nur zu einem Teil über den Verkauf des Familiensilbers funktionieren. Den Rest wird man über einen Kapitalmarkt holen müssen. Wie sich dieser bis Jahresende weiterentwickelt ist unklar. Tatsächlich haben sich die Märkte der Eurozone nach dem Referendum insgesamt erholt, zumindest der Euro Stoxx 50 lag zuletzt mit mehr als 1,5 Prozent im Plus.


Ob positiver oder negativer Referendumsausgang scheint für den Euro Stoxx 50 egal zu sein – Hauptsache, die Unsicherheit ist aus dem Markt

Quelle: Bloomberg; in Punkten


Das Auspreisen der Unsicherheiten rund um das Referendum hat sogar zu einer leichten Stabilisierung des italienischen Aktienmarktes geführt. Eine der Einzelwert-Ausnahmen bildete jedoch ausgerechnet Unicredit, die am Monatg Vorritt mit einem Minus von 4,5 Prozent in den Keller rauschte.


Die Sorgen über den Kapitalbedarf von Unicredit und die Aussicht darauf, dass sich die Situation für die Mailänder nach dem „No“ eher verkompliziert haben, drücken auf den Aktienkurs

Quelle: Bloomberg; in Euro


Mit Pioneer würde sich Amundi-CEO Yves Perrier jedenfalls einen Player ins Portfolio holen, der 224 Milliarden Euro an Assets unter Management hat. Das gesamte Volumen Amundis würde dann laut Bloomberg-Daten auf rund 1,3 Billionen Euro anschwellen. 55 Prozent des verwalteten Vermögens bestehen aus Fixed Income Assets, den Rest stellen Aktien und vermischte Allokationen. (hw) 

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