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Pimco: Was die US-Notenbank als nächstes plant

Den ersten Schock durch die Pandemie scheint der Markt hinter sich zu haben. Die US-Notenbank wird ihre Strategie aus diesem Grund bald weiterentwickeln, sagt Tiffany Wilding, für die USA zuständige Volkswirtin bei der Investmentgesellschaft Pimco.

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Die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) hat während der Pandemie maßgeblich für Liquidität am Markt gesorgt. Mit dem Fortschreiten der Krise entwickelt auch die Fed ihre Strategie weiter. "Wir rechnen in den kommenden Monaten damit, dass sich der Fokus der Fed verschieben wird, und zwar weg vom Krisenmanagement und hin zu der Aufgabe, die geldpolitischen Rahmenbedingungen vorteilhaft zu gestalten", sagt Tiffany Wilding, für die USA zuständige Volkswirtin bei der Investmentgesellschaft Pimco.

In den vergangenen Wochen habe sich die Liquidität im Markt im Vergleich zu den massiven Störungen im März zwar erhöht, jedoch noch nicht wieder das normale Niveau erreicht. "Die Fed erwartet auch auf absehbare Zeit keine Rückkehr zur Normalität", sagt Wilding. "Indem sie ihre zinspolitischen Leitlinien mit den tatsächlichen Inflationsraten verknüpft, eine mögliche Überschreitung des Zieles der Preisstabilität im Auge behält und vielleicht sogar ein formelles Zinskurvenziel für die nächsten zwei bis drei Jahre ausgibt, könnte die Fed die Wirtschaft auch künftig mit lockeren geldpolitischen Rahmenbedingungen unterstützen." 

Stabiles Niveau im Fokus
Es sei davon auszugehen, dass die Fed schon bald nicht mehr alle paar Tage oder Wochen ihren Fahrplan für die Wertpapierkäufe verkünden wird, sondern stattdessen ein unbefristetes Programm bekannt geben werde, dass die Aufkäufe schrittweise reduziert. "Und zwar so lange, bis ein stabiles Niveau von etwa 100 Milliarden US-Dollar pro Monat für US-Staatsanleihen erreicht ist", sagt Wilding. "Wir rechnen damit, dass die Fed diese Geschwindigkeit so lange beibehält, bis sie sicher ist, dass die konjunkturelle Erholung greift und sie das Inflationsziel von zwei Prozent nachhaltig einhalten kann – wobei nachhaltig hier bis mindestens zum vierten Quartal 2020 heißt." Die Leitzinsen dürften bis ins Jahr 2022 hinein nahe der Null-Prozent-Marke verbleiben. (fp)

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