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Pimco-Prognose: EZB wird die Eine-Billion-Euro-Grenze sprengen

Die Europäische Zentralbank wird laut Pimco-Prognose im Rahmen der nächsten Rats-Sitzung am Donnerstag das Covid-Hilfsprogramm um 500 Milliarden auf 1,25 Billionen Euro erhöhen, während Präsidentin Chrstine Lagarde Draghis Whatever-It-Takes-Eid auf's Neue schwören wird.

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Während TLTROs das Mittel für die EZB sind, der Realwirtschaft günstige Kredite zu gewähren, bleibt das Instrument der Wahl zur Stabilisierung der Finanzlage das PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme). Pimco erwartet, dass der EZB-Rat es in Bezug auf Größe und Zusammensetzung nach Bedarf anpasst: "Sollte die EZB in den kommenden Monaten das derzeitige Tempo der PEPP-Käufe beibehalten, wird das momentan veranschlagte PEPP-Volumen von 750 Milliarden Euro voraussichtlich im Oktober erschöpft sein."

Furcht vor Volatilität
Das wahrscheinliche Fehlen einer V-förmigen Erholung bis dahin, der weiter steigende Emissionsbedarf des öffentlichen und privaten Sektors und die "anhaltende Unsicherheit über die Aussichten rechtfertigen eine Erhöhung des PEPP bereits jetzt, anstatt auf die nächsten Makroprognosen seitens der EZB im September zu warten", zeigt man sich bei Pimco überzeugt, denn "die Marktvolatilität könnte wieder aufflammen, wenn im Rahmen des PEPP nicht genügend Puffer für den Fall vorhanden wären, dass kein klarer wirtschaftlicher Erholungspfad sichtbar wäre."

Im internationalen Vergleich scheint jedenfalls Spielraum gegeben. Denn "während die FED ihren Beständen bereits rund acht Prozent des BIP hinzugefügt hat, liegt die EZB in dieser Kennzahl näher bei 2,5 Prozent", so die Pimco-Analyse. Pimco geht demzufolge von eine Aufstockung des PEPP um 500 Milliarden auf 1,2 Billionen Euro aus.

Reinvestitionen erwartet
Des weiteren beobachten die Pimco-Analysten, dass "PEPP-Reinvestitionen werden allgemein erwartet, entsprechen den üblichen Kaufprogrammgewohnheiten und sind nicht von unmittelbarer praktischer Relevanz, da PEPP erst Ende März begonnen hat. Eine Ankündigung bezüglich Reinvestitionen würde den Märkten und jeweiligen Finanzministerien jedoch sicherlich willkommene Klarheit verschaffen."
© Alexander Pokusay / stock.adobe.com

Wenn der EZB-Rat unter der Führung seiner Präsidentin, Christine Lagarde kommenden Donnerstag zusammen trifft, wird das Treffen laut Einschätzung des Anleihen-Giganten Pimco ganz im Zeichen von Covid und den zu treffenden und verlängernden Maßnahmen stehen.

Eine Billion ... und mehr
In einem entsprechenden Positionspapier geht Pimco unter anderem davon aus, dass das  Pandemie-Notfallkaufprogramm PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) um 500 Milliarden erhöht und bis September 2021 verlängert wird. Bislang umfasste das Programm 750 Milliarden Dollar und umfasste eine Laufzeit, die 2020 enden sollte. 

Was Pimco noch von Lagarde und ihren Kollegen erwartet, wie der angepasste Konjunktur-Ausblick aussehen könnte und was das für die Leitzinsen in der Euro-Zone bedeutet, haben wir in der oben angeführten Bildgalerie zusammengefasst – einfach hier, oder in das oben angeführte Bild klicken. (hw)

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