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Pimco: Nachteile von Negativzinsen überwiegen Nutzen

Negativzinsen fügen Volkswirtschaften mehr Schaden zu als dass sie Nutzen stiften, zeigt eine Analyse von Pimco. Vor allem für das Bankensystem sind die Folgen gravierend.

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© Wolfilser / stock.adobe.com

In Krisenzeiten werden regelmäßig die Rufe nach einer noch expansiveren Geldpolitik laut. Fällt der Leitzins dauerhaft unter null, überwiegen jedoch die negativen Folgen auf die Wirtschaft, zeigt eine Analyse der Fondsgesellschaft Pimco. Zum einen beeinträchtigen Minuszinsen das Bankensystem. Die Rendite auf das Eigenkapital der Banken sinkt, während die Zinsen, die sie für Einlagen zahlen, wegen des hohen Wettbewerbsdrucks in der Regel über Null bleiben. "Da die Gewinne sinken, können die Banken weniger Kredite an Unternehmen und Haushalte vergeben", schreiben die Autoren.

Negativzinsen stellen auch die Pensions- und Versicherungsbranche vor erhebliche Herausforderungen. Sie müssen Nominalrenditen und Mindesteinkommen garantieren, die bei negativen Zinssätzen nur schwer erreichbar sind. Schließlich halten es die Pimco-Analysten auch für möglich, dass Negativzinsen die Sparquote noch weiter in die Höhe treiben. Darauf lassen die Erfahrungen aus anderen Ländern schließen.

Kaum Spielraum für sinkende Zinsen
Die Analysten haben die Auswirkungen negativer Zinsen auf Finanzmärkte, Bankeinlagen und Kreditmärkte in fünf verschiedenen Ländern untersucht. Das Ergebnis: Vor allem in Schweden und Dänemark ist die Sparquote der Haushalte nach der Einführung von Minuszinsen gestiegen.

Die Ertragsschwäche der Banken in Kombination mit niedrigen Aktienkursen gefährdet den Pimco-Analysten zufolge auch die Finanzstabilität in den betroffenen Volkswirtschaften. Vor allem Europa müsse aufpassen, sollte sich das Wachstum auf dem Kontinent weiter abkühlen. Die ersten Schäden durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank seien bereits sichtbar. Die Autoren sehen daher kaum noch Spielraum für weiter sinkende Zinsen. (fp)

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