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Pimco: Gold ist noch immer attraktiv bewertet

Nicholas Johnson, Portfolio Manager Commodities bei Pimco, ist weiterhin optimistisch für Gold gestimmt und argumentiert mit den niedrigen Realzinsen in den USA.

Nicholas Johnson, Portfolio Manager Commodities, Pimco
Nicholas Johnson, Portfolio Manager Commodities, Pimco
© Pimco

Anfang August erklomm der Goldpreis neue Höchststände, beflügelt durch die rekordniedrigen Zinsen in vielen Regionen, die Inflationssorgen und die wachsende Staatsverschuldung. "Dennoch deutet Pimcos Bewertungsmodell darauf hin, dass das Edelmetall nach wie vor attraktiv bewertet ist – selbst auf diesem Niveau", erklärt Pimcos Nicholas Johnson, Portfolio Manager Commodities.

Bewertung unter Berücksichtigung der Realrendite
Pimcos Modell basiert auf der Einschätzung, dass der Preis von Gold zwar durch viele Faktoren beeinflusst wird, aber nur einer von ihnen die Mehrheit seiner Bewegungen im Laufe des vergangenen Jahrzehnts erklärt: die Veränderung der realen (d. h. der inflationsbereinigten) Rendite von Staatsanleihen.

"Wie wir in vorangegangenen Beiträgen erläutert haben, hat Gold von Natur aus grundsätzlich eine Realrendite von null – ebenso, wie Währungsbewegungen durch Unterschiede in der Realrendite angetrieben werden, sollte es sich auch mit dem Goldpreis verhalten", erklärt Johnson. Pimco bezieht sich die Real- und nicht die Nominalrendite, da der Goldpreis aus historischer Sicht tendenziell im Einklang mit der US-Inflation anzog.

Annahme einer 30-jährigen Duration
Seit etwa 2006 wurde Gold wie ein Vermögenswert mit einer realen Duration von knapp 30 Jahren gehandelt. Das bedeutet laut Johnson, dass sich ein Rückgang der Realrendite von US-Staatsanleihen um 100 Basispunkte in einem Anstieg des Goldpreises um rund 30 Prozent niederschlug. 

Aus Marktperspektive würde man Johnson zufolge bei einem Anstieg der Realrenditen von US-Treasuries also davon ausgehen, dass die Anleger eine leichte Präferenz für diese Vermögenswerte entwickeln und von Gold auf US-Staatsanleihen und inflationsindexierte US-Staatsanleihen (TIPS) umschichten. Im Zuge dessen sollte der Goldpreis sinken. Umgekehrt müsste es beim Goldpreis tendenziell aufwärts gehen, wenn die Realrenditen auf US-Staatsanleihen nachgeben.

Attraktive Bewertung
"Trotz der zuletzt kräftigen Aufwärtsbewegung des Goldpreises halten wir das Edelmetall nach wie vor für attraktiv bewertet – es ließe sich gar als günstig bezeichnen –, wenn man die historisch niedrigen Realzinsen bedenkt", erklärt Johnson.

Das Hauptrisiko gehe von einem Anstieg der Realzinsen aus, der Gold verhältnismäßig unattraktiver machen würde. Allerdings ist zu den aktuellen Bewertungen ein gewisser Puffer gegen eine derartige Entwicklung vorhanden, da der um die Realrendite bereinigte Goldpreis seit 15 Jahren im unteren Bereich seiner Preisspanne rangiert. "In unserem Basisszenario verharren die Zinsen in einer relativ festen Bandbreite; dieser Ausblick, kombiniert mit unserer Einschätzung, dass die Dynamik von und das Interesse an Gold einen Anstieg des um die Realrendite bereinigten Goldpreises bewirken, legt nahe, dass das Edelmetall noch mehr Aufwärtspotenzial birgt", erklärt Johnson abschließend. (aa)

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