Logo von Institutional Money
Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

Pimco-Chefökonom: Höhere Leitzinsen wird es so bald nicht geben

Die Inflation ist getrieben von Sondereffekten – entsprechend bleibt die Europäische Zentralbank noch länger bei den Nullzinsen, erwartet Pimco-Chefökonom Joachim Fels. Das Anleihekaufprogramm PEPP dürfte allerdings bald auslaufen.

Pimco-Chefökonom Joachim Fels
Pimco-Chefökonom Joachim Fels
© Axel Köster / FONDS professionell

Viele rentenaffine Investoren hoffen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Kurs bald auf höhere Leitzinsen ändert. Doch so bald dürfte sich dieser Wunsch nicht erfüllen, prognostiziert Joachim Fels, Chefökonom des Anlageverwalters Pimco im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS). "Höhere Leitzinsen wird es auf absehbare Zeit nicht geben. Wenn alles gut läuft, werden wir in ein paar Jahren den Einlagensatz für Gelder, die Banken bei der EZB parken, wieder bei null Prozent sehen und nicht mehr bei minus 0,5 Prozent."

Ähnlich wie die EZB rechnet Fels mit einer vorübergehenden Inflation. Es seien nämlich viele Sonderfaktoren am Werk, darunter etwa die gestörten Lieferketten, die gestiegenen Energiepreise und die pandemiebedingt hohe Nachfrage nach Gütern. Mit einer Lohn-Preis-Spirale sei laut dem Experten jedenfalls nicht zu rechnen. "Speziell in Deutschland sehen wir eher moderate Lohnabschlüsse, die über längere Zeiträume gelten", sagte er im Interview. Selbst wenn die Löhne steigen sollten, dürften das viele Unternehmen weltweit mit ihren Gewinnen auffangen können, ergänzt er.

"Notenbanken sollten vorhersehbar bleiben"
Anders als mit der Anhebung der Leitzinsen lässt sich die EZB mit dem Beenden ihres Anleihe-Notfallkaufprogramms PEPP nicht mehr lange Zeit, erwartet Fels. Die allgemeine Erwartung sei, dass die EZB es im März auslaufen lassen werde, sagte er. 

Zwar hält sich die Notenbank die Option offen, das Programm bei Bedarf wieder aufzunehmen, allerdings revidieren sich Zentralbanken in der Regel eher ungern, denn sie sollten "möglichst nicht selbst zu Quelle von Kursschwankungen an den Finanzmärkten werden", erklärt Fels. "Es ist wichtig für Notenbanken, vorhersehbar und vorhersagbar zu sein." Denn nur so lasse sich unnötige Unsicherheit auf den Märkten vermeiden. (fp)

twitterlinkedInXING

News

Institutional Money Kontakt
Logo von Institutional Money
Institutional Money
c/o FONDS professionell Multimedia GmbH, Landstrasser Hauptstraße 67, EG/Hof, 1030 Wien

Telefon: +43 1 815 54 84-0
Fax: +43 1 815 54 84-18
E-Mail: office@institutional-money.com

Redaktion Köln:
Hohenzollernring 52
50672 Köln
Telefon: +49 221 33 77 81-0
Telefax: +49 221 33 77 81-19
 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren