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PGIM Fixed Income: Warum die Gefahr einer Rezession bei 50:50 liegt

Die Chief European Economist bei PGIM Fixed Income erläutert ihr aktuelles makroökonomisches Bild und geht dabei insbesondere auf die immer höheren Rezessionsrisiken für Europa ein.

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Katharine Neiss, Chief European Economist bei PGIM Fixed Income
Katharine Neiss, Chief European Economist bei PGIM Fixed Income:
"Die Gefahr einer Rezession in Europa liegt jetzt bei 50:50"
© PGIM

Die Abschottung Russlands von den wichtigsten Wirtschaftsregionen und die Produktionsstopps in der Ukraine werden vielfältige Auswirkungen auf die ganze Welt haben", schreibt Katharine Neiss, Chief European Economist bei PGIM Fixed Income, in einem "Institutional Money" exklusiv vorliegenden Kommentar.

Während sich die Welt auf ein Leben mit dem Coronavirus einstellt, beenden Regierungen und Zentralbanken weltweit die außerordentliche Unterstützung der letzten Jahre. Bisher hat es laut Neissden Anschein, als habe die russische Invasion den allgemeinen Trend zum Abbau der fiskalischen und monetären Unterstützung nicht gebremst. Im Gegenteil: Die Zentralbanken erhöhen das Tempo der Straffung, um die Konjunkturerwartungen in Ländern mit starkem Wachstum und hoher Inflation zu stabilisieren.

Rezessionsrisiken steigen und steigen
Anfang des Jahres war die vorherrschende Meinung, dass sich das globale Wachstum zwar abschwächen, sich aber oberhalb des langfristigen Trends entwickeln würde. "Nachdem der Konflikt jedoch einen deutlichen negativen Schock für das Wachstum darstellt und gleichzeitig die Inflation in die Höhe treibt, sind die globalen Stagflationsrisiken unserer Einschätzung nach deutlich gestiegen. Die Gefahr einer Rezession in Europa liegt jetzt bei 50: 50", warnt Neiss.

Die ökonomischen Folgen für Europa hängen entscheidend davon ab, inwieweit die Energieversorgung aus Russland fortgesetzt wird. Neiss' Ansicht nach wird ein „ordnungsgemäßer Übergang“ zu einer Abkehr von der russischen Energiesituation das Wachstum über mehrere Jahre hinweg erheblich beeinträchtigen. So hat PGIM Fixed Income unlängst die Prognose für das BIP-Wachstum 2022 von 4,2 Prozent vor Beginn des Konflikts auf 2,7 Prozent gesenkt.

Die Folgen werden unterschiedlich stark zu spüren sein, wobei Deutschland und die Niederlande aufgrund ihrer Abhängigkeit von Russland im Energiebereich und ihrer Handelsbeziehungen besonders gefährdet sind. Zudem ist Italien, als großer Importeur von russischem Gas über eine ukrainische Pipeline, einmal mehr eine zentrale Gefährdung für den Zusammenhalt und das Wachstum im Euroraum. "Sollten die russischen Energieimporte jedoch vollständig gestoppt werden, ist in der Folge mit Produktionskürzungen und Nachfragerückgängen zu rechnen. Diese würden das jährliche Wirtschaftswachstum der Region ins Negative drücken", warnt Neiss.

Inflation weiterhin ein Problem
Die globale Inflationsrate bleibt nach wie vor außergewöhnlich hoch. Auch wenn die Ukraine nur einen sehr kleinen Teil der Weltwirtschaft ausmacht, werden die Auswirkungen des Konflikts auf die Energiepreise weiterhin weltweit zu spüren sein und die Inflationsentwicklung in den Industrie- und Schwellenländern gleichermaßen beeinflussen. Zusätzliche Unterbrechungen der Lieferkette durch Chinas anhaltende Lockdown-Maßnahmen haben die Zentralbanken zudem auf Kurs gehalten, die finanziellen Bedingungen zu straffen. (aa)

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