Pfandbriefbank sieht Kostenvorteile bei neuem Hub in Madrid
Die Deutsche Pfandbriefbank (PBB) will ihren Standort Madrid ausbauen und verspricht sich davon unter anderem Kostenvorteile. Das hat der Immobilienfinanzierer in seinem kürzlich publizierten Geschäftsbericht 2025 unterstrichen.

Eckpunkte:
- Einkauf von Fachpersonal zu günstigeren Konditionen in Spanien
- Verlagerung bestimmter Funktionen nach Spanien
- PBB ist die zweite deutsche Bank,die diesen Schritt setzt
Mit Blick auf ihre Beschäftigten erklärte die PBB, dass “die Internationalisierung durch einen Personalaufbau am Standort Madrid vorangetrieben” werde. Das vergrößert nach Einschätzung der Bank “die Möglichkeiten zur Gewinnung von Arbeitnehmern zu geringeren Personalaufwendungen”, wie Bloomberg News berichtet.
Effizienzsteigerung durch neuen Hub
Konkret geht es um den Aufbau eines so genannten “Production Hub” in den Bereichen IT und Operations in Madrid. Der Schritt soll dazu beitragen, die Effizienz im Unternehmen zu steigern. Laut einer Präsentation zu den Jahreszahlen ist geplant, die Zahl der Stellen am Production Hub Madrid bis 2028 auf etwa 85 zu erhöhen, verglichen mit 27 im vergangenen Jahr. Die Rede ist von der Verlagerung bestimmter Unternehmens-, Risiko-, IT- und Kreditmanagementfunktionen.
Unter Druck
Die Pfandbriefbank war in den vergangenen Jahren wegen einer Krise an den Märkten für Gewerbeimmoblien unter Druck geraten. Vergangenes Jahr machte sie einen Verlust vor Steuern von rund einer Viertelmilliarde Euro. Sie zieht sich nun aus den USA zurück, dringt ins Asset Management vor und will bei den Kosten diszipliniert sein.
Nicht der erste Hub einer deutschen Bank im Spanien
Auch die BayernLB-Tochter DKB baut in Spanien einen Hub auf, wobei der Schwerpunkt hier auf IT liegt. In den vergangenen rund zwölf Monaten sind für Valencia bereits über 60 Mitarbeiter eingestellt worden. DKB-Finanzchef Jan Walther ging vor kurzem in einem Bloomberg-Interview davon aus, dass die Belegschaft dort auf über 100 bis Ende 2026 wachsen wird. (kb)

