Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

Peter E. Huber über Helikoptergeld, Hyperinflation und Schuldenschnitt

Geldgeschenke helfen der Wirtschaft nicht, sondern führen zu einem massiven, irreparablen Vertrauensverlust ins Bargeld, sagt Starcapital-Chef Peter E. Huber. Er warnt eindringlich vor den Risiken von Helikoptergeld – und vor Immobilieninvestments. Interessant sind "gute" High Yield Bonds.

peter-e-huber_starcapital_2015_(c)-hemmerich.jpg
Peter E. Huber von StarCapital spricht in seinem Kommentar Klartext. Investoren sollten sich auf ungemütliche Zeiten einstellen.
© Hemmerich

Dieser Tage wird in der Eurozone viel über Helikoptergeld diskutiert. Das ist kein Zufall, meint Peter E. Huber, Vorstand der Investmentboutique Starcapital: Politik und Notenbanken wollen die Reaktion der Öffentlichkeit testen. Huber ist kein Freund des Helikoptergeldes, warnt vielmehr vor den Risiken einer solchen Maßnahme. Seine Prognose: Geldgeschenke führen zum Verlust des Vertrauens ins Bargeld und letztlich zu einer Hyperinflation.

Schuldenschnitt oder Hyperinflation
Huber hält immer höhere Negativzinsen für nutzlos. "Die Staaten haben den von den Notenbanken geschaffenen Spielraum nicht genutzt, sondern sich im Gegenteil immer höher verschuldet", sagt er. Damit blieben den Zentralbanken nur noch zwei Möglichkeiten: ein Schuldenschnitt oder die Inflationierung und damit Entwertung der Schulden. "Die Notenbanken werden es weiter über finanzielle Repression versuchen, das heißt steigende Inflation bei weiter niedrigen Zinsen", prophezeit der Fondsmanager.

Gute High Yield Bonds und Rohstoffe interessant
Für Anleger ist das aktuelle Umfeld trotz aller Probleme günstig, ist Huber überzeugt. "Das deflationäre Umfeld begünstigt insbesondere hochverzinsliche Anleihen knapp unterhalb der Investmentqualität", sagt er. Darüber hinaus rät er zu Positionen in Sachwerten wie Aktien, Edelmetallen und Rohstoffen – nicht aber in Immobilien: "Der Zug für Immobilieninvestments ist abgefahren."

 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren