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Peak-Alarm: Warum deutschem Gewerbe-Immo-Markt nun ein Rückgang droht

Der deutsche Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien steuert laut Branchen-Experten auf sein bestes Jahr seit mindestens 2007 zu. In den nächsten zwölf Monaten jedoch könnte das Transaktionsvolumen leicht sinken.

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© Fotolia

Zum einen ist der Markt leer gekauft, zum anderen macht das inzwischen erreichte Preisniveau weitere Wertzuwächse für Rendite-Jäger weniger wahrscheinlich. "Ausgebremst wird der Markt nicht durch einen Mangel an Kapital, sondern durch einen Mangel an attraktiven Angeboten. Besonders im Büro-Segment gibt es eine deutliche Verknappung", sagt Matthias Leube, CEO des Immobilien-Dienstleisters Colliers International Deutschland GmbH gegenüber Bloomberg News.

Sinkendes Transaktionsvolumen 2018 erwartet

Der Savills Immobilien Beratungs-GmbH zufolge sind die Preise dieses Jahr so stark geklettert, dass Eigentümer zunehmend bereit waren, ihre Objekte zu veräußern und Gewinne mitzunehmen. Gleichzeitig seien auch risikoscheue Investoren weiter auf Einkaufstour gewesen. In der Folge rechnet die Firma jetzt für 2017 mit einem Rekord-Transaktionsvolumen von knapp 60 Milliarden Euro und für 2018 dann mit etwa 50 Milliarden Euro. 

"Viel wird im nächsten Jahr von der Verkaufsneigung abhängen, weil die Nachfrage weiterhin höher ist als das Angebot. Nimmt sie zu, spricht mehr für 60 als für 50 Milliarden. Sinkt sie, weil immer mehr Eigentümer langfristige Bestandshalter sind, werden es vielleicht nur 40 Milliarden", sagt Matthias Pink, Chef für Research Germany bei Savills, im Bloomberg-Talk.

Die Schätzungen anderer Marktbeobachter fallen ähnlich aus. Colliers sieht über 55 Milliarden Euro für 2017 und einen Wert knapp darunter für 2018, falls die Branchen-Trends Bestand haben. BNP Paribas Real Estate prognostiziert 58 Milliarden Euro für 2017, was der höchste Wert seit 2007 sei, und für 2018 ein Volumen von "deutlich jenseits der 50 Milliarden Euro".

Laut VDP-Research, dem Marktforscher der deutschen Pfandbriefbanken, waren allein im dritten Quartal die Preise für Büro-Immobilien im Umfeld niedriger Zinsen, knappen Angebots und starken Wirtschaftswachstums um 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen.

Tower 185 in Frankfurt stieg in vier Jahren um die Hälfte im Wert

Ein Beispiel für das hohe Tempo am Immobilienmarkt ist nicht zuletzt der Tower 185 in Frankfurt, dessen Verkauf für 775 Millionen Euro vor kurzem besiegelt wurde. Das Hochhaus gewann innerhalb von vier Jahren rund 50 Prozent an Wert. "Ein derart starker Zuwachs ist kein Einzelfall", sagt Franz Eilers, Leiter Immobilien bei VDP-Research.

Top Three-Transaktionen bei Gewerbeimmobilien

In einem Ranking der größten Transaktionen des Jahres am deutschen Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien, das BNP Paribas Real Estate für Bloomberg erstellt hat, belegt der Tower 185 den dritten Platz. Angeführt wird die Liste von einer Transaktion, bei der die RFR Holding GmbH ein Paket von 5 Immobilien an die Signa Prime Selection AG für 1,5 Milliarden Euro verkaufte. Auf Rang zwei folgt den Daten zufolge der Besitzerwechsel des Sony Centers in Berlin für rund 1,1 Milliarden Euro.

Japaner interessieren sich nach Brexit nun für Deutschland

Zwei Entwicklungen könnten im kommenden Jahr den deutschen Markt insgesamt beeinflussen: das Engagement ausländischer Investoren und die Auswirkungen des Brexit, sagen Beobachter. "Speziell japanische Investoren schauen sich erstmals umfangreicher in Deutschland um, nachdem ihr Fokus in der Vergangenheit eher auf Großbritannien und den USA lag", erklärt Leube. "Und in Frankfurt ist bereits ein erster Brexit-Effekt zu spüren." Das bestätigt auch Kollege Oliver Barth, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH, gegenüber Bloomberg. Wie groß der Einfluss des Brexit auf Frankfurt sein werde, lasse sich zwar noch nicht absehen. Doch: "Sollten auf einmal alle aktuellen Gesuche im Markt und die Unterschriften von Brexit-Banken zeitlich aufeinander fallen, könnte es theoretisch einen Flächenengpass in der Frankfurter Innenstadt geben." (kb)

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