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Passiv ist nicht passiv, Technologie nicht Technologie

Bei Vielen sind Exchange Traded Funds sehr beliebt: Sie gelten als preiswert und transparent. Schließlich bilden sie meist einen Index 1:1 ab – man weiß in der Theorie also genau, was man mit seinem passiven Investment bekommt. Wie aktiv ein solches Passiv-Investment sein kann, untersuchte HQ Trust.

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© Bits and Splits / stock.adobe.com

Der Kapitalmarktanalyst und Co-Fondsmanager des HQT Megatrends, Jan Tachtler, hat sich dazu den Bereich der Themen-ETFs im Bereich Technologie näher angeschaut. Die betrachteten 42 ETFs sind auf Xetra gelistet und in der Morningstar-Kategorie „Sector Equity Technology“ enthalten. Mit ihnen können Anleger von Trends in Technologiebereichen wie Blockchain, Cyber Security oder Künstliche Intelligenz profitieren.

Oft steht etwas außen drauf, was sich darin nur mit Abstrichen findet

Quellen: Morningstar, HQ Trust

Mogelpackungen?
Im ersten Schritt analysierte Jan Tachtler, inwieweit Anleger mit solchen Technologie-ETFs überhaupt in Technologieaktien investieren. Dazu ermittelte er für jeden ETF den Anteil der Aktien außerhalb des Technologiesektors. Zudem verglich der Analyst die Zusammensetzung des jeweiligen ETF mit einem klassischen MSCI World IT-ETF. Im zweiten Schritt schaute sich Jan Tachtler die Gewichtung der Aktien in den ETFs an: Wie passiv sind die Produkte überhaupt – werden die Aktien nach dem Börsenwert gewichtet oder anders?

Erkenntnisse
„Vor dem Kauf eines ETFs sollte man sich genau über die Zusammensetzung der Produkte und die Vorgehensweise informieren“, so Tachtler. „Technologie-ETF ist etwa nicht gleich Technologie-ETF. Zum Teil handelt es sich um aktiv gemanagte Produkte mit einem recht geringen Anteil an Technologieaktien.“ Und weiter: „Manche der untersuchten Themen-ETFs investieren ausschließlich in Technologieaktien. Im Mittel liegt der Anteil anderer Sektoren aber bei rund 42 Prozent, bei 3 ETFs beträgt er sogar mehr als 80 Prozent.“

Bescheidene Kongruenz
Wie weit die Zusammensetzung der Aktien bei Themen-ETFs vom IT-Index entfernt ist, zeigt ein Blick auf die Holdings Similarity. Tachtler dazu: "Die Kennzahl beträgt maximal 70 Prozent. Das bedeutet, dass 30 Prozent des Themen-ETFs anderweitig investiert sind. Im Mittel liegen die Überschneidungen mit dem MSCI World IT-ETF nur bei rund 35 Prozent.“

Differenzen in der Gewichtungsmethodik aufgedeckt
Zudem kann es bei auf den ersten Blick vergleichbaren ETFs enorme Unterschiede in der Gewichtungsmethodik des zugrundeliegenden Index geben. Tachtler merkt an: „Die Methode bei der Indexgewichtung zeigt, dass nur 19 Prozent der ETFs nach dem Börsenwert gewichtet sind. Vier Fünftel der Produkte verfolgen demnach einen abweichenden Ansatz zur klassischen Indexgewichtung. Allein ein Drittel der Produkte ist gleichgewichtet, was einen starken Eingriff gegenüber einem klassischen Index-Investment in Technologieaktien darstellt.“ (kb)

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