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Partnervermittlung für Firmen? "Ja", sagt Ex-HSH-Nordbank-Vorstand

Parship einmal anders: Nach 25 Jahren im Corporate- und Investmentbanking versucht sich der ehemalige HSH-Nordbank-Vorstand Matthias Wittenburg als Kuppler im Mittelstandssegment. Erste Abschlüsse sollen kurz bevorstehen.

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Matthias Wittenburg gibt Gas.
© Companylinks

Wittenburg hat eine Datenbank erstellt, mit der sich potentielle Käufer und Verkäufer mittelständischer Firmen finden können. “Wir nutzen Matching-Plattformen bei der Partnersuche, bei der Hotelsuche, bei der Autosuche. Warum nicht auch beim Verkauf von Unternehmen”, sagte Wittenburg, der bei der HSH Nordbank im Jahr 2016 von Bord gegangen war, im Interview mit Bloomberg. Seinen Worten zufolge stehen die ersten Abschlüsse jetzt kurz bevor. Neu ist auch eine Kooperation mit der Frankfurter Bankgesellschaft, einer Tochter der Helaba für vermögende Privatkunden.

Unternehmensnachfolgefragen eröffnen Chancen
Die rund 25 Mitarbeiter seiner Hamburger Firma Companylinks haben bei Investoren wie Private Equity Firmen und Family Offices vorgesprochen und bislang 6.500 Kaufgesuche zusammengetragen. Auf der anderen Seite stehen mittelständische Unternehmer, die einen Verkauf erwägen. Der Mittelstand gilt als Rückgrat der deutschen Wirtschaft, hat aber seit Jahren Probleme bei der Unternehmensnachfolge. Rund 227.000 Inhaber mittelständischer Firmen streben bis Ende 2020 die Fortführung ihres Unternehmens durch einen Nachfolger an, heißt es in einer Studie der KfW aus dem Februar, die sich auf Daten aus dem Vorjahr bezog. Rund die Hälfte hatte noch keinen Erben oder Käufer gefunden.

Nächste Unternehmergeneration spärlich besetzt
“Was Mittelständlern derzeit das Leben schwer macht, ist die relativ dünn besetzte nachrückende Unternehmergeneration. Das liegt unter anderem an der guten Arbeitsmarktlage”, sagte Studienautor Michael Schwartz. "Wer an einer Übernahme interessiert sein könnte, hat eine Fülle alternativer attraktiver Beschäftigungsmöglichkeiten."

Verkäufer zahlt Fee nach dem Closing
Wittenburg ist nicht der einzige, der bei der Nachfolge-Suche im Mittelstand helfen will. Allerdings konzentriert sich seine Firma nur auf Unternehmen mit einem Wert ab drei bis fünf Millionen Euro. Bezahlt wird er vom Verkäufer nach dem Closing mit einem über die Plattform vermittelten Käufer.

Unternehmerische Freiheit macht Spaß
Bei der HSH Nordbank hatte Wittenburg zwischen Anfang 2013 und Mitte 2016 als Vorstand gearbeitet. Die ehemalige Landesbank ist 2018 an private Investoren verkauft worden. Eine seiner weiteren beruflichen Stationen war die Commerzbank. Seine Zeit als Banker vermisst Wittenburg nicht. „Ich muss jetzt nicht mehr den Aufsichtsrat oder Betriebsrat fragen, wenn ich etwas machen möchte. Die Freiheit macht Spaß”, sagt er. „Mit Ende 40 habe ich noch mal eine neue Erfahrung gemacht." (kb)

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