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Paradox: Niedriges Wachstum als gute Nachricht

Bei BNY Mellon freut man sich im High Yield-Bereich mitunter über schwächere Wachstumsraten. Warum das so ist und was Hochzinsanleihen mit Pilzen zu tun haben, erklärt Ulrich Gerhard, Manager des BNY Mellon Global Short-Dated High Yield Bond Fund.

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Nicht immer ist hohes Tempo beim Wirtschaftswachstum optimal, argumentiert man bei der BNY-Tochter Insight Investment.

Wie sich die Default-Raten im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte entwickelt haben und wie die Prognosen von Insight sowie der Ratingagentur Moody's aussehen, erfahren Sie im nächsten Chart – einfach weiterklicken ...
© btwcapture / stock.adobe.com

Wann kommt der globale Abschwung? Die Signale sind widersprüchlich: Sowohl in den USA als auch in Europa ist die Wirtschaft zuletzt wieder stärker gewachsen als erwartet, doch unter europäischen Unternehmen trübt sich das Geschäftsklima auch in diesem Frühjahr weiter ein.

In der Ruhe liegt die Kraft?
Aus Sicht eines Anlegers in Hochzinsanleihen muss ein schwächeres Wirtschaftswachstum aber nicht unbedingt eine schlechte Sache sein, sagt Ulrich Gerhard, Manager des BNY Mellon Global Short-Dated High Yield Bond Fund bei Insight Investment – einer Gesellschaft von BNY Mellon IM: „Wir mögen es sogar, wenn die Wirtschaft langsamer wächst, denn das hält die Manager von schlechten Entscheidungen ab. Sie werden vorsichtiger und lassen sowohl bei der Kreditaufnahme als auch bei ihren Ausgaben mehr Umsicht walten. Ebenso gibt es allerdings Firmen, die Wachstum unbedingt brauchen. Diese sollte man meiden.“

Gerhard vergleicht Hochzinsanleihen mit Pilzen – manche sind giftig, manche harmlos, und die Kunst besteht darin, die genießbaren auszuwählen. Auch das Verfallsdatum ist für beide wichtig. Im schwierigen Marktumfeld Ende 2018 hätten Anleger mit kurzlaufenden High-Yield-Bonds mehr Geld verdient als mit Hochzinsanleihen längerer Laufzeit.

Pilze suchen
„In den letzten beiden Jahren hätte man praktisch jeden Pilz sammeln können. Die Nachfrage nach High Yield war so hoch, dass Unternehmen ohne Probleme auch giftige Emissionen loswurden. Heute ist der Markt ein anderer: Wenn man sich für die falsche Anleihe entscheidet, kann sich dies katastrophal auswirken“, sagt Gerhard.

Bei kurzlaufenden Hochzinsanleihen zahle es sich nach seiner Erfahrung aus, mutig zu sein und nicht zu sehr auf den Vergleichsindex zu schielen. Wenn er von einer Branche nicht überzeugt sei, mache er einen Bogen darum: „Wenn ein Sektor Mist ist, warum dann dort investieren?“ Aktuell bevorzuge er Unternehmen aus der Telekommunikation sowie einzelne Adressen im Energiebereich. Da Gerhard aber besonders hohen Wert auf den freien Cashflow legt, würden Anleger in seinem Portfolio bekannte Namen wie Tesla oder Netflix nicht wiederfinden. (hw)

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