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Ostrum-Chefökonom: "Dollar wird auf-, Schwellenländer werden abwerten"

Philippe Waechter, Chefvolkswirt des französischen Investmenthauses Ostrum Asset Management, analysiert die trotz der gestrigen Zurückhaltung der Fed „dramatische geldpolitische Divergenz“ zwischen der US-Notenbank und der EZB.

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Philippe Waechter
© Ostrum AM (vormals Natixis AM)

„Die Divergenz zwischen der Strategie der beiden Zentralbanken war noch nie so wichtig. Es ist eine starke Unterstützung für den US-Dollar, der sich weiter aufwerten wird, und es ist eine Quelle von Risiken für die Schwellenländer. Die hohe Wahrscheinlichkeit einer restriktiveren US-Geldpolitik in absehbarer Zeit wird Kapitalabflüsse unterstützen, die die Liquidität an diesen Märkten verringern“, schreibt Waechter in seinem Blog.

Deutliche Zinsdifferenz US-Dollar-Euro bleibt lange erhalten
Auch die jüngsten Ankündigungen von Mario Draghi zum Ende des QE und die Aussicht auf höhere Zinsen nach dem Sommer 2019 haben die Wahrnehmung der Anleger über die Zukunft der Geldpolitik nicht verändert. Sie gehen davon aus, dass die EZB-Strategie dauerhaft nach unten gerichtet sein wird. Das zeigt die folgende Grafik.

In den USA hingegen tendierten die Zinsen, zumal im Zuge der starken Fiskalpolitik der Trump-Regierung, weiter nach oben. Waechter: „Die straffere Geldpolitik ist vor allem ein Weg, um die Binnennachfrage einzuschränken und große Ungleichgewichte und eine höhere Inflationsrate zu vermeiden. Da Europa die fiskalischen Instrumente nicht nutzen will, um seine Wachstumsdynamik zu steigern, wird sich die Divergenz in der Grafik fortsetzen und verstärken. Die erste Folge dieser Divergenz ist, dass wir in absehbarer Zeit einen stärkeren Dollar erwarten. Der US-Dollar/Euro-Wechselkurs könnte unter 1,1 oder sogar darunter liegen.“

Ungleichgewichte in der Leistungsbilanz werden den US-Dollar nicht bremsen
Das Argument, dass die Ungleichgewichte in der Leistungsbilanz einen stärkeren Dollar nicht zulassen würden, hält der Chefvolkswirt der Natixis-Tochter für nicht schlüssig.  Zum einen sei die Korrelation zwischen dem US-Dollar und Leistungsbilanz niedrig, wie eine Analyse seit 1980 zeige. Zum anderen entspreche die US-Dollar-Aufwertung noch gar nicht dem Potential, das die Zinsdivergenz aufwerfe.

Schwellenländer-Währungen wohl unter Druck: Adieu zu Carry-Trades
Waechter: „Das Risiko liegt also wieder bei den Schwellenländern. Höhere US-Kurzfristzinsen und ein stärkerer US-Dollar werden die Anleger veranlassen, ihre Carry-Trade-Positionen in den Schwellenländern zu reduzieren. Ihre Situation wird sich weiter verschlechtern. Die Spielregeln haben sich für sie definitiv geändert.“ (kb)

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