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Ostrum AM: Wenn Buybacks die Aktienkurse bestimmen

Nach Einschätzung von Axel Botte, Marktstratege beim französischen Investmenthaus Ostrum Asset Management deutet der jüngste Kursrückgang der US-amerikanischen Aktien auf die starke Abhängigkeit von Aktienrückkäufen hin. Wenn diese ausbleiben, fehlen wichtige Käufer am Markt.

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Axel Botte, Ostrum Asset Management: "Der Ausverkauf an den US-Aktienmärkten erinnert sowohl an die Fragilität der von den Aktienrückkäufen aufgeblähten Bewertungen in den USA."
© Ostrum AM

Investoren sollten bei Aktieninvestments stärker auf die Auswirkungen von Aktienrückkäufen, neudeutsch "Buybacks" achten. Denn laut Ostrum Asset Managements Marktstrategen Axel Botte weise der aktuelle Kurssturz an den US-amerikanischen Aktienmärkten darauf hin.

Der Ausverkauf an den US-Aktienmärkten erinnere sowohl an die Fragilität der von den Aktienrückkäufen aufgeblähten Bewertungen in den USA als auch an das Fehlen eines sicheren Hafens in Europa oder Asien. Denn er erfolgte gerade in der Blackout-Periode vor der Berichtssaison, in der die Aktienrückkäufe ausgesetzt sind.

Die expansive Geldpolitik, die Rückführung ausländischer Bargeldbestände im Zuge der Steuerreform 2017 und der Steuervorteil von Kapitalgewinnen gegenüber Dividenden haben Aktienrückkaufprogramme zum wichtigsten Kanal gemacht, um Bargeld an die Aktionäre für börsennotierte US-Unternehmen zurückzugeben.

Fusionen und Übernahmen trügen auch dazu bei, die Kapitalbasis der USA aufzuzehren; jedes Jahr werden etwa drei Prozent der ausstehenden Aktien von den Märkten zurückgezogen.

"Das aktuelle Marktgleichgewicht beruht daher auf einer stetig steigenden Verschuldung der Unternehmen, da keine Eigenkapitalzufuhr von Sparern einschließlich privater Haushalte und institutioneller Investoren erfolgt. Eine Straffung der Geldpolitik könnte die genannten leveraged buybacks beenden. Darüber hinaus kamen 80 Prozent der Börsengänge in den letzten sechs Jahren von Firmen, die Geld verloren“, moniert Botte abschließend. (aa)

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