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OFI Asset Management sieht goldene Zukunft bei niedrigen Realzinsen

Der Goldpreis in Euro klettert von einem Allzeithoch zum nächsten: Zuletzt hat Gold einen historischen Höchstpreis von 1.442 Euro pro Unze erzielt. Wird die Kursrallye anhalten, werden Investoren trotz der Höchststände weiter kaufen?

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Benjamin Louvet, Fondsmanager des OFI Precious Metals Funds 
© OFI Asset Management

Benjamin Louvet, Fondsmanager des OFI Precious Metals Funds bei OFI Asset Management, analysiert den Zustand es Goldmarktes folgendermaßen: „Da Gold in der Vergangenheit mit den Realzinsen negativ korrelierte, sollten Investoren am besten immer auf deren Verlauf blicken, um herauszufinden, wie sich der Goldpreis in Zukunft entwickeln wird. Unserer Meinung nach wird sich an den niedrigen Leitzinsen weltweit in absehbarer Zeit nichts ändern. Denn einige wichtige Industriestaaten wie die USA, Frankreich, Italien und Spanien sowie zu einem geringeren Ausmaß Schwellenländer wie China, die Türkei oder Kasachstan sind hoch verschuldet. Wir halten es für unwahrscheinlich, dass die Zinsen schnell und stark erhöht werden, weil die Schuldenlast dadurch rasant ansteigen würde – mit ungeahnten Konsequenzen für die einzelnen Volkswirtschaften und die Weltwirtschaft. Im Gegenteil: Wir gehen sogar davon aus, dass die Fed die Leitzinsen in den nächsten 18 bis 24 Monaten weiter senken wird. Das heißt, wir sehen immer noch ein gewisses Potenzial, dass der Goldpreis bis auf 1.700-1.800 Euro oder 1.900-2.000 US-Dollar weiter steigt."

Rekordkäufe von Zentralbanken
Gestützt wird der Goldkurs durch die weltweit hohe Zentralbankennachfrage. Sie kauften insgesamt 550 Tonnen per 30. September 2019, so dass für das Gesamtjahr 2019 der Vorjahreshöchststand von 651 Tonnen sogar noch übertreffen werden könnte. China hat seine Reserven um 95,8 Tonnen aufgestockt, Russland um 148,5 Tonnen, die Türkei um 76,8 Tonnen sowie Polen um 100 Tonnen.

Diversifikation als Hauptmotiv
Für die hohen Kaufvolumina gibt es vor allem zwei Gründe: Zum einen dient Gold zur Diversifikation und erhöht nicht den bereits aufgehäuften Staatsanleihen-Schuldenberg. Zum anderen hilft es Ländern wie Russland oder der Türkei unabhängiger vom US-Dollar zu werden. Zusätzlich wurde die Nachfrageseite 2019 durch die Kehrtwende zu niedrigen Leitzinsen und den Handelskonflikt zwischen den USA und China angeheizt. Anleger kauften Gold, um ihre Geldanlage in unsicheren Zeiten abzusichern.

Gold und Silber stellen gute Kaufgelegenheit dar
In Zukunft könnte die Nachfrage nach Gold noch weiter zunehmen, wenn die Inflation stärker als erwartet ansteigt, meint Benjamin Louvet. Denn die expansive Geldpolitik verfehle immer mehr ihre Wirkung und es sei möglich, dass die Regierungen weltweit zu fiskalpolitischen Maßnahmen griffen, um die Wirtschaft anzukurbeln, was wiederum zu einer höheren Inflation führen könnte. Kurzum: Auch wenn der Goldpreis kurzfristig leicht nachgegeben könnte, meinen Benjamin Louvet und seine Kollegen bei OFI AM, dass jetzt eine gute Gelegenheit ist zu investieren, da die Leitzinsen noch längere Zeit niedrig bleiben oder sogar noch gesenkt werden. Wer aber nicht 1.442 Euro für eine Unze Gold aufbringen möchte, der kann auch in Silber investieren. Eine Unze Silber kostet 18 US-Dollar. "Und wer darauf setzt, dass historisch gesehen Silber mit dem Goldpreis korreliert, der schaut in eine glänzende Zukunft – egal ob mit Silber oder Gold", gibt Louvet zu bedenken. (kb)

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Der von Benjamin Louvet verwaltete UCITS-Fonds „OFI Precious Metals“ investiert konstant zu 35 Prozent in Gold und jeweils zu 20 Prozent in Silber, Platin und Palladium. Die restlichen fünf Prozent des Portfolios stecken in Eurodollar (3-Monats-LIBOR). Dieser Ansatz ermöglicht Anlegern einen breiten Zugang zu den wichtigsten Edelmetallen über Swaps, denn Louvet investiert nicht in die Rohstoffe selbst. Der 2012 aufgelegte Fonds ist in Euro währungsgesichert und börsentäglich liquide.

 

 

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